Komm, lass mal Helden sein…

Ja das ist ein Helden-Artikel. So ganz ohne den üblichen Helden-Schnickschnack. Es kann nämlich jeder von uns ein Held sein. Da gibt es tausend Wege und Möglichkeiten. Worum es aber in diesem Artikel geht. Das sind Helden, die auf ihr Herz hören.

Warum? Weil ich denke, dass viele genau das verlernt haben. Allzu oft ist das Internet voll von klugen Sprüchen, die nur so strotzen von Sehnsucht und so wahnsinnig weise daherkommen. Man sollte viel öfter dies. Man sollte viel öfter jenes. Wenn ich am Meer bin, dann… Darunter zigfache Likes und Herzchen, die Empathie bekunden.

„Alles beginnt mit der Sehnsucht.“, hat Nelly Sachs mal gesagt. Und das ist gut so. Und spiegelt sich eben auch überall um uns herum, wo wir kommunizieren, wider.

Schließlich möchte jeder gern dies oder jenes. Ein besseres Leben, nettere Kollegen, ein schöneres oder, noch besser, gar kein Büro. Mehr Urlaub, mehr Freiheit, mehr Geld, Selbstverwirklichung. Die Liste ist so endlos lang, wie wir Menschen verschieden sind. Und das Verrückte daran? Die Möglichkeiten sind es auch. Aber dazu später mehr.

Da entsteht er nun vor deinem geistigen Auge. Der Held, der auf sein Herz hört. Mehr nicht.

Ein ganz schön leiser Held?

Mitnichten. Denn als Mensch ist dir nunmal nicht nur ein Herz, sondern auch ganz schön viel anderes mit auf den Weg gegeben worden. Zum Beispiel der Kopf. Und dieser kämpft von Tag zu Tag einen ungleichen Kampf mit deinem Herzen. Deine Erziehung, deine Umgebung, dein bisherige Lebens, deine Werte, Freunde, dein Job. All das prägt dich und deine Denkweisen.

Und dein Herz?

Das begleitet dich tagein tagaus. Von der ersten Sekunde deines Lebens an. In seinem, deinem eigenen Rhythmus. Im Grunde kennt ihr euch ganz schön gut.

Und wenn ich mich mit Menschen unterhalte, dann habe ich sehr häufig das Gefühl, dass das Herz zwar im Background mitspielen darf. Der Kopf aber die Rampensau ist, die immer alles entscheiden darf und die großen Auftritte hat. Auf Kosten des Taktgebers.

Und Herzensdinge, die kann man eben auch nicht so gut den Anderen erklären.

Das sind Gefühle, Emotionen, Turbolenzen, denen der Kopf oftmals gar nicht mehr folgen kann. Und trotzdem bleibt der Kopf die Rampensau. Ist doch schräg, oder? Warum das so ist?

Weil niemand mehr sein eigener Held sein möchte.

Also irgendwie ja schon, aber..ach da ist er ja schon wieder, der Kopf. Gedanken, Argumente, Gewohnheiten. Das haben wir schon immer so gemacht. Arbeiten muss man..All diese Glaubenssätze treiben mich persönlich regelmäßig in den Wahnsinn. Ich weiß nicht, wie es dir geht?

Also, was ist überhaupt ein Held?

Meiner Idee nach ist jeder ein Held, der sich traut, dem Herzen zu folgen. Der es schafft ganz leise in sich hineinzuhören und sich ernstzunehmen. Wünsche, Träume. Das sind nicht einfach nur Optionen, die wir uns gönnen dürfen, wenn dies oder jenes geschafft ist oder wir in die wohlverdiente Rente gehen.

Das sind, verdammt nochmal, Herzensangelegenheiten wegen derer wir überhaupt auf diesem Planeten sind.

Weshalb wir so unterschiedlich sind und uns, in einem gewissen Rahmen versteht sich, austoben dürfen und sollen. Und das haben wir ein bisschen verlernt. Das macht mich nachdenklich und ich möchte mehr Menschen dazu inspirieren wieder der Held ihrer eigenen Geschichte zu werden.

Dinge einfach mal machen. Träume einfach mal leben. Und hey, komm mir nicht mit „Ich hab Familie, ich muss ein Haus abbezahlen, ich muss erst warten bis…“ Helden fangen ganz klein an. Indem sie sich überhaupt erstmal wieder mit den eigenen Herzenswünschen beschäftigen und lernen, die Impulse ernstzunehmen. Anstatt im Strudel des Alltags unterzugehen.

Weil das Leben halt einfach so ist.

Ich kann dir nach jetzigem 39-jährigen Erkenntnisstand sagen:

Nein, das ist es nicht. Und das Leben hat mehr verdient, als einfach so hingenommen zu werden. Deshalb lad ich dich hiermit ein.

Komm, lass mal Helden sein! Und Dinge anders machen. Anders denken. Und neue Möglichkeiten entdecken. 

 

Ahoi & bis bald,

Tanja Ney

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