Mut & warum sich unsere Wege kreuzen sollten.

Such dir eine Arbeit die du liebst, dann musst du keinen Tag im Leben mehr arbeiten!

sprach Konfuzius.

Heute, knapp 2600 Jahre später, ruft ein Blog Award dazu auf, anderen Mut zu machen, von eigenen, ungewöhnlichen Wegen, zu berichten: „Selbstverwirklicher vor!“

Tanja Ney

Das bin dann wohl ich.
Ich bin Tanja. 37 Jahre. Reisende, Schreibende, Detailverliebte, Bloggerin, Alltagsabenteurerin, Visionärin, Perfektionistin und schwer verliebt in´s Leben.

Oft werde ich für „meinen Weg“ von Menschen angefragt: „Wie machst du das? Wann hast du dich dafür entschieden? Wo nimmst du den Mut her? Hast du keine Angst, dass etwas schief geht?“

Ich gebe zu, anfangs war ich irritiert, da mein Lifestyle ja für mich nunmal selbstverständlich ist. Ist ja mein Leben. So spannend find ich das nun gar nicht. Aber: Ich stecke ja auch selbst bis zum Hals mittendrin. Und das ist gut so.

Ich begann Menschen zu beraten, zu coachen, ihnen Mut zu machen neue Wege zu gehen. Nicht meinen, nicht irgendeinen, nicht den vorgegebenen und häufig auch nicht den einfachsten, aber dafür IHREN Weg. Mut haben. Wissen was geht. Das Leben als einzigartig und mit all seinen Möglichkeiten sehen. Über den Tellerrand schauen. Das ist es, was mein Leben auszeichnet. Und dafür werde ich gern angefragt.

Aber was ist denn mein Weg?
Was zeichnet ihn und mich denn überhaupt aus?
Warum bin gerade ich eine Selbstverwirklicherin?

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Ich bin Tanja.

Und genau genommen könnte dieser Blogbeitrag bereits an dieser Stelle enden.
Denn: Ich bin einfach ich. Authentisch, ehrlich, neugierig. Alles, und wirklich alles, was ich tue hat mit mir zu tun. Jeder Auftrag und jeder Job, der meinen Lebenslauf kreuzt, interessiert mich, fordert mich heraus. Und vor allem: Keiner der Aufträge fordert mehr von mir als einfach nur ich selbst zu sein. Keine Verkleidung, keine Oberflächlichkeiten, keine Regeln, die ich nicht auch selbst hätte aufstellen können.

Dank meiner Interessen und Fähigkeiten bin ich in der Lage, mir Menschen, Orte und Themen mit denen ich mein Leben fülle und finanziere auszusuchen. Anders kann ich es mir auch gar nicht vorstellen.
Sehr wohl wissend, dass bei Anderen manchmal die Rahmenbedingungen auch sehr viel enger sind, glaube ich daran, dass sich jeder in irgendeiner Form verwirklichen kann. Und häufig hat das einfach nur mit „Mut“ zu tun.

Mut, auch mal neue Dinge auszuprobieren. Mut, auch finanzielle Engpässe aushalten zu können. Mut, selbst Verantwortung zu übernehmen für das Leben. Mut, Dinge anders zu machen und die Kritik anderer Menschen auszuhalten, die den eigenen Lifestyle vielleicht erstmal seltsam finden. Mut, vermeintliche Sicherheiten aufzugeben. Mut, die eigene Komfortzone, und auch die der Gesellschaft, zu verlassen.

Mut, einfach du selbst zu sein!

Ich habe studiert. Ich habe viele schräge Jobs gemacht und dadurch unglaublich viel gelernt. Darüber was ich will und was ich nicht will. Ich habe gelernt, dass man auch jenseits der klassischen 9to5 Jobs Geld verdienen kann. Und dass man sich dabei nicht verstellen muss. Ich habe gelernt, Dinge oder Jobs, die mir nicht in den Kram passen, loszulassen. Energieräuber. Und ich habe gelernt, dass dann auch immer etwas anderes um die Ecke kommt. Wenn eben Platz für neues ist. Dazu braucht es Mut. Und den kann man, ähnlich wie die Komfortzone, achtsam ausdehnen und erweitern.

 

Heute bin ich an einem Punkt, wo vieles zusammen findet. Ich schreibe, ich stehe gern auf der Bühne, ich moderiere, ich berate, ich blogge, bin einfach ich.

Lange habe ich, perfektionistisch wie ich bin, nach dem “roten Faden” gesucht, der allen Dingen die ich tue gemein ist. Irgendwann musste ich mich aber von dieser Idee verabschieden und erkennen, dass ICH der rote Faden bin. Die Projekte müssen nicht thematisch eins sein. Sie müssen nicht in irgendein Korsett passen. Ich darf vielfältig sein und meine Handschrift überall dort einbringen, wo ich neugierig bin. Die Vorstellung, dass alles zusammenpassen muss, halte ich mittlerweile für genauso wenig zeitgemäß, wie Jobs, die man nur des Jobs wegen tut und nicht aus Leidenschaft oder dem kleinsten Funken Interesse an dem was man da tut.

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“Sie dürfen sich auch weiterentwickeln”, hat mal eine kluge Frau zu mir gesagt. Und so sieht mein Lebenslauf auch von Zeit zu Zeit anders aus.

Im Augenblick arbeite ich im Auftrag der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und co-leite ein Camp für Jugendliche, ich moderiere für die BZgA ein Schulprojekt, begleite die Jugendfilmtage, ebenso ein Projekt der BZgA, gebe bildungspolitische Seminare mit medialem Schwerpunkt im Auftrag der bpb, konzipiere und leite eigene [Medien-]Seminare, schreibe gerade ein ebook über Island, trete beim Travelslam auf, führe erlebnispädagogische [Team-/Kommunikations] -Trainings durch, berate Menschen zum Thema “Mut & was ich wirklich will!” und habe noch eine kleine feste Basis bei einer kreativen Unternehmensberatung in Köln.

All das kann kann in Teilen auch im nächsten Jahr schon wieder ganz anders aussehen. Weil es dann eben auch wieder passt.

So habe ich zum Beispiel im letzten Jahr regelmäßig auf einem Segelschiff in Portugal gearbeitet. Im Jahr zuvor war ich auf der Polarfuchsstation in den Westfjorden Islands.

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Ich habe in einem Surfcamp gearbeitet, bin mit dem Bulli die Küsten rauf und runtergefahren. Und ich habe Island umrundet und werde es ein weiteres Mal, nur mit einem Fahrrad, tun. Ich bin gern unterwegs, weiß aber meine Basis in Köln auch sehr zu schätzen.

 

Ich tausche mich regelmäßig mit anderen „Digitalen Nomaden“ aus und habe so ein Netzwerk, dass mich und auch meine beruflichen „Flausen im Kopf“ unterstützt. Ich finde es völlig normal, in meinem Lieblingscafé sitzend Geld zu verdienen oder mich im virtuellen Raum mit Menschen an völlig anderen Orten auf der Welt zu treffen und zu beraten und zu unterstützen.

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Darüber kläre ich gern auf, berate andere Menschen und schreibe Artikel und Bücher.
Um mich besser kennenzulernen und zu verstehen, was mich antreibt, schreibe ich meinen Blog.
Mit Begegnungen, Geschichten, Orten und Menschen die mir unterwegs
auf meinem Weg begegnen.

Das bin nämlich einfach nur ich.

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Und das ist gut so.

Wann kreuzen sich unsere Wege?

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14 Gedanken zu „Mut & warum sich unsere Wege kreuzen sollten.

    • #trvlr Antworten

      Vielen lieben Dank! Es freut mich, wenn es auch anderen Mut macht und motiviert ab und zu mal “out of the box” zu denken.

  1. Nick Antworten

    Liebe Tanja,
    wir kennen uns auch schon eine Weile, es gab intensive Zeiten auf unserem “gemeinsamen” Weg und weniger intensive. Aber ich fand dich schon immer als eine Person, die anders (im positiven Sinne) ist, eine Querdenkerin eben. Nun sahen wir uns schon länger nicht mehr, was ich sehr schade finde. Ich freue mich für dich riesig, dass du Deinen Weg gefunden hast. Und würde mich umso mehr freuen, wenn er meinen, auch wenn nur für kurze Zeit, kreuzt… Liebe Grüße Nick M

    • memyselfandney Autor des BeitragsAntworten

      Herzlichen Dank lieber Nick! Und schön von dir zu hören 🙂 Liebe Grüße und danke für die ehrlichen und schönen Worte! Tanja

  2. Dude Antworten

    Starker Text! Ich denke manchmal darüber nach, wie sehr sich mein Leben in den letzten zwei Jahren verändert hat und wie viel es mir bedeutet einen Job machen zu dürfen, der mich erfüllt.
    Ich habe in der Zeit spannende, inspirierende Menschen kennengelernt und freue mich das du eine von ihnen bist.

    • memyselfandney Autor des BeitragsAntworten

      Ich danke dir, Dude! Und es freut mich wirklich das zu hören. Schön, wenn ich dich inspirieren kann 🙂 liebe Grüße!

  3. Martje Antworten

    Liebe Tanja,
    dein Artikel liest sich ganz toll und dein Lebensweg ist wunderbar! Mir gefällt vor allem deine humorvolle Art. Weiter so! 🙂
    Alles Liebe,
    Martje

    • memyselfandney Autor des BeitragsAntworten

      Liebe Martje, herzlichen Dank für deinen schönen Kommentar! Das freut mich sehr und motiviert zu mehr 🙂 Liebe Grüße, Tanja

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