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Cycling Iceland

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TV-Beitrag “Reisen mit Risiko”, der im Herbst (unter anderem) mit mir gedreht wurde: http://bit.ly/2rGj5i1

Der Beitrag handelt von drei Abenteurerinnen. Mich könnt ihr ab Minute 17:09 sehen.

Ich erzähl ein bisschen was von meiner Islandumrundung mit dem Rad und davon, wie ich mich physisch, aber auch mental, auf ein solches Projekt vorbereite. Und warum ich entschieden habe, die Tour ganz allein zu machen.

Danke an das tolle Team rund um Kathrin Sielker, die das ganze für Health TV mit mir einen Tag lang gedreht haben. THX auch @ die wohngemeinschaft für die sehr feine Kulisse für das Interview. Und natürlich auch an meinen PT Florian Liebig, mit dem ich regelmäßig im Just Fit 18 Premium Club im Mediapark trainieren darf.

So, und jetzt… Film ab:
https://www.healthtv.de/…/show/repo…/reisen-mit-risiko/video

Ich freue mich, euch heute ein paar Bilder meiner letzten Tour zeigen zu können. Auch für mich verrückt, diese Eindrücke alle nochmal so zu sehen. Und es gibt noch so viele mehr. Deshalb hier nur ein Auszug, aber mit viel Liebe ausgewählt.

Auf meiner Bühnentour gibt´s dann ab dem 13. Oktober auch die passenden Geschichten dazu. Bis dahin könnt ihr euch selbst ausmalen was da los war. Enjoy <3

Als gelesenen Text empfehle ich zur Untermalung übrigens meine Liebeserklärung.

Für das unbändige Gefühl von Freiheit.
Und für das Wissen, dass man immer die Wahl hat.

Für Begegnungen mit Menschen.
Menschen, die ich sonst nie getroffen hätte in meinem Leben.

Für das Gefühl, nicht allein unterwegs zu sein.
Niemals.

Für den Abenteuergeist. Und für das Wissen, dass da draussen noch viel mehr Menschen sind, die sich auf den Weg machen die Welt zu entdecken.

Für zauberhafte Orte.
Und unendliche Straßen die dorthin führen. Immer.

Für den frisch aufgebrühten Kaffee von Fremden. Irgendwo im Nirgendwo. Bei Kälte und Regen.
Und dafür, dass wir Freunde werden. Und uns wiedersehen.
Bei Sonne.

Für warme Duschen. Die das Paradies sein können. Nach 70km Staub und Asche.

Für Menschen die Mut machen.

Für isländische Familien, die mit mir gemeinsam auf ihrer Couch Fußball gucken.

Für Gabeln, die man als Maulschlüssel verwenden kann. Und für das richtige Besteck zum richtigen Zeitpunkt.

Für den ersten heißen Kaffee am Morgen. Im Zelt. Auf dem Gaskocher.

Und für Menschen die Abenteuer wagen.
Selbst oder gerade mit 4 Kindern. On the road. Mit dem Zelt. Verrückt.

Für einen thailändischen Bananen-Reis-Snack. Im Graben der Ringroad. Geteilt mit einem Menschen vom gefühlten anderen Ende der Welt.

Für Sonne. Viel Sonne. Und dafür, dass sie nahezu niemals untergeht.

Und für Regen. Und Wind. Der mich gelehrt hat, mich in Demut zu üben, wenn ich mein Rad stundenlang mit 10km/h über holprige Straßen bewegt habe.

Für das Bauchgefühl. Zu wissen, wann es genug ist. Und abzusteigen. Und zu schieben. Manchmal auch stundenlang. Und das Wissen, auch so ans Ziel zu gelangen.

Für meine Geduld. Für meine Geduld. Für meine Geduld…

Und für Bananen, Energyriegel und Instantnudeln. Und Porridge aus der Dose. Always.
Und für frisches Wasser aus Wasserfällen, um meine Trinkflaschen wieder aufzufüllen.

Für unzählige Tiere, die stundenlang meine einzigen Gesprächspartner waren.

Für die Mitternachtssonne.

Für die Abfahrten. Die teils unglaublich waren. So unglaublich wie der Berg hinauf.
Und für die Gedanken. Die sich nach einiger Zeit beim Anblick des hundertsten unvorstellbaren Berges einfach für Humor entschieden haben.

Man hat doch eben immer die Wahl.

Für „Gravel Roads“, die den Namen „Road“ nicht im Ansatz verdient haben. Und für Schlaglöcher, in denen ich beinahe versunken wäre.

Für Autofahrer die Abstand halten.

Und für alle Touris, die versucht haben mich heimlich zu fotografieren. (Ist euch nicht gelungen. Nie!)

Für das unbändige Selbstvertrauen, dass am Ende alles gut sein wird.

Für französische Touristen, die kurzerhand extra für mich umdrehen, um mich nach 50km Sturm (50 km/h) und Regen noch die letzten 10 km zu eskortieren.
Und dafür ihr Auto umräumen.

Für das Wissen, dass die ersten Schritte die schwersten sind und es sich immer lohnt durchzuhalten.

Und dafür, das dann auch zähneknirschend zu tun. Und daran zu wachsen.

Für open minded people und großartige und inspirierende Gespräche.

Für bezaubernde Übernachtungsorte.

Für den Ozean und die unglaublich lange und wunderschöne Fahrt an der Küste entlang.

Für Busfahrer, die bei miesem Wetter noch versuchen das fünfzehnte Fahrrad irgendwie in den Bus mitzukriegen.

Für das Lachen. Immer und überall. Mit fremden Menschen. Und auch allein.

Für die Zuversicht, dass nach 60km Einsamkeit durch die Berge irgendwann das Ziel erreicht ist. Und dafür, dass man dann eine unglaublich schöne Aussicht und eine 20% Abfahrt auf Schotter mehr oder minder genießen kann.

Für meine Bremsen.

Und für mein Rad überhaupt. Das mit keinerlei Schäden durchgehalten hat. Tapfer.
Und für meinen Körper. Der selbiges von sich behaupten kann.
Und für meinen Kopf. Der sich so manches schön reden musste. Und es ist ihm gelungen.

Für Oropax.
Und für Nächte ohne. An Wasserfällen. Mit unglaublicher Geräuschkulisse.

Für Busunternehmen, die extra nen großen Bus schicken, damit meine Bikebox mitkommt.

Und für Teilzeitnachbarn, die dir Downtown eine der letzten Cyclingmaps besorgen und ins Zelt legen.

Für Stöpsel in Waschbecken, damit du endlich auch mal deine Wäsche ordentlich handwaschen kannst – the little things.

Für das Vertrauen immer und überall alles herumliegen lassen zu können, ohne dass etwas wegkommt.

Für „Leftovers“ anderer Camper. Und für die Menschen, die sich über meine erfreut haben. Sharing is Caring.

Für gute Tipps von und für andere Menschen. Die man nicht im Reiseführer bekommt.

Für freie Campingplätze an der Küste.

Für Pferde, die Vorfahrt haben.
Immer.

Und für Schafe, die mit dir Gassi gehen.

Für die “Hidden Places”.

Für die random Etappen, die ungeplant waren.

Und für die Kunst im Regen und beim höchsten Berg noch zu lachen.

Für die magic moments.
Und für Menschen, die man immer wiedertrifft.

Für Menschen, die zuhause warten. Und mitfiebern.

Und für Katzen, die immer treu sind und dich und deine Klamotten sogar nach fünf Wochen Handwäsche noch unendlich lieben.

Für unzählige bezaubernde Eindrücke.
Und viele „lessons learned“.

Für das Gefühl, dass alles möglich ist.
Und für die Erkenntnis, dass der Kopf entscheidet.

Für 1230km on the road.

Danke, Island.

Ich melde mich aus Reykjavik. Verrückt. Von hier bin ich irgendwann vor vier Wochen mal losgefahren. Irgendwie. Und in der Zwischenzeit habe ich 1230km rund um die Insel zurückgelegt.

Auch das ist verrückt. War es doch meine erste Radreise. Und dann gleich eine so unglaublich grandiose. Mit vielen Höhen und Tiefen – aber im wahrsten Sinne..

Insgesamt aber überwiegen doch die Höhen, auch im wahrsten Sinne. Nee, mal im Ernst: Es war großartig und ich kann noch gar nicht richtig glauben, dass ich einmal rum und wieder hier in good old Reykjavik eingelaufen bin. Und das Rumhängen fühlt sich grad auch sehr seltsam an. So ohne Radfahren. Heute mal 4km Downtown. Und zurück. Sonst nix… Seltsam..

Ich fürchte fast, ich werde zukünftig morgens mit dem Rad nach Düsseldorf fahren um Brötchen zu holen.. Der Auslastung wegen..

Es ist, wie es eben nach so einer Reise so ist. Grad ist Niemandsland. Irgendwie. Ich hänge hier rum. Organisiere grad noch dies und das. Freue mich über halbwegs Zivilisation. Oder auch: Freue mich so halbwegs über Zivilisation. Beides stimmt. Muss meine Riesenbikebox morgen nochmal kleiner cuttern, hoffe dass es dabei nicht regnet. Mein Hab und Gut sortieren nach: Kann weg (Leftovers Campsite), Müll, Nehm ich mit, Könnt ich aufm Flug sogar noch anziehen und: Nein, geht gar nicht, dann lassen die mich nicht mitfliegen..

Am Freitag ziehe ich auch nochmal um ins Hostel, damit ich guter und gepackter Dinge um 2:30 (sic!) vom Flybus abgeholt werden kann. Das wird ja wieder ein Spaß mit dem Karton. Hurra!

Naja, immerhin hätt er mich fast am falschen Ort abgeholt, und dann wiederum am richtigen, aber um 6:00 (da geht schon mein Flieger) und heute besaß ich zwischenzeitlich auch mal kurz gar keinen Perso mehr. Also für ein paar Stunden.. Gut, dass ich das dann noch bemerkt habe. Das wäre ja ein Spaß gewesen am Flughafen mitten in der Nacht und dann noch mit dem lustigen Sperrgepäck, das keiner lieb hat.

Ihr seht: Ich bringe viele Geschichten mit. Und ich habe mich heute auch ein wenig vor dem Schreiben gedrückt, weil ich ja gar nicht mehr weiß wo ich anfangen soll!? D

Deshalb sende ich zumindest ein Lebenszeichen. Und kann sagen: I did it! Allen Bedenke, Sorgen und Hinweisen anderer Menschen zum Trotz. Und dank aller Ermöglicher, die mich aus der Ferne auch echt nochmal gepushed haben. Danke dafür!

Ich plane mehr zu berichten, wenn ich zurück in Köln bin. Das ist ja nun nicht mehr allzu lang. Aus der Reihe “Irgendwas ist ja immer” habe ich hier grad immer entweder keinen Akku mehr, oder keine Powerbank, oder kein Netz, kein Wetter, keinen ordentlichen Platz…Abenteuer eben. Und meine Bilder sind auf zahlreichen Geräten verteilt und wollen erstmal sortiert werden, bevor ich sie wahllos hin und herschiebe.

Deshalb das wichtigste: Es geht mir gut. Es war grandios. Ich habe unglaublich viel erlebt, bewegt, viele tolle Menschen getroffen, schöne Orte gesehen, gelacht, geflucht, mich in Demut geübt und viel gelernt. Und wenn es zuletzt das ist, dass dir der beste geschenkte Löffel nichts nutzt, wenn du zwar Müsli, aber keine Milch mehr hast.

Nee, mal im Ernst: Das war schon ne gute Tour so mit mir selbst. Und ich habe mich das ein oder andere Mal doch selbst überrascht. Nicht zuletzt mit den gefahrenen Kilometern. Und mit dem ein oder anderen Berg, der mich anfangs noch sehr herausgefordert und schon beim Anblick zum Absteigen gezwungen hat, und den ich am Ende dann doch tapfer gefahren bin. Man wächst mit seinen Aufgaben.

Das zumindest kann ich nun nach erfolgreichem Praxistest sagen. Und last but not least hat sich für mich ein Gedanke wirklich bewahrheitet: Einfach mal machen. Denn: Auch ich bin kein Radreiseprofi, bin nie mit so viel Gepäck gefahren, habe lediglich beim Indoor-Cycling (immerhin hart) trainiert und mein Antreiber war einfach die Neugier und die Abenteuerlust.

Das allein reichte für mich schon, um fünf großartige Wochen zu erleben. Für diesen “Leichtsinn” danke ich mir und entspanne mich nun noch ein wenig in Reykjavik, bevor es zurück zur Homebase geht.

Dort werde ich dann mehr berichten. Nicht nur hier, sondern auch auf der Bühne. Die ersten beiden Travelslam Termine stehen schon. Schaut mal auf meine Startseite unter Tourdaten. Ich freu mich, wenn ihr vorbeikommt. Da kommt aber noch mehr.

Seid gespannt und freut euch auf Geschichten einer Radreise. In einem Land, wo dir die Leute immer “good luck” statt einer “guten Reise” wünschen.

Iceland, you never know <3

Takk Fyrir & Ahoi,

Tanja

Guten Morgen aus Skaftafell. Es regnet. Mal wieder. Und ich hänge heute hier herum und nutze die Zeit, um mich zu organisieren. In den letzten Tagen bin ich gut vorangekommen – trotz Wetter – und da ist einiges liegengeblieben.

Klingt komisch. Ist aber so. Wenn man sich so eine Reise nun so vorstellt, dass man tagsüber einfach ein bisschen Rad fährt von A nach B, dann ein wenig relaxt und rumhängt, so mit lesen und so, vielleicht sogar n bisschen Gegend anschauen, um dann einfach nach viel Schlaf gemtlich zu frühstücken, um dann irgendwann wieder loszufahren… dann liegt man damit völlig falsch.

Die Reise erfordert so einiges an Logistik, gerade in Island (You never know..).

So beschäftige ich mich im Augenblick vor allen Dingen mit…

  1. dem Wetter (immer und überall, denn der beste Forecast ist und bleibt: am Tag selbst etwa fünf Minuten vor geplanter Abfahrt mal nach oben schauen.
  1. dem Wind insbesondere. Denn: Wenn der so richtig fies ist, dann fegt es dein Rad mit Sack und Pack (und dir) einfach von der Straße oder du findest dich in einem Sandsturm wieder.
  2. meinen Klamotten. Nach drei Wochen muss ich zugeben, dass ich mich schon auch ein wenig freue, auf meine lässige Auswahl an sauberen (!) und nichtfunktionalen (!) Klamotten zuhause. Vor allen Dingen auch deshalb, weil sie trocken aus dem Schrank kommen.
  3. den Wasch – und Trockengelegenheiten. Der jetzige Campsite hat sogar ne Waschmaschine ud nen Trockner. Benutz ich eigentlich äußerst selten und ungern (teuer und eigentlich unnötig). Gerade aber ist nach drei Wochen mal n guter Zeitpunkt für RICHTIG gewaschene Wäsche. Die aber wiederum nicht trocknet, weils ja permanent schüttet. Im Zelt kannste auch nix aufhängen. Trockenraum gibts hier nicht, stattdessen aber fünfhundert andere Camper, die natürlich auch kein Bock auf nasse Klamotten haben und mit denen du um den Trockner fightest. Hinzu kommt hier gerade, dass der Waschraum (geschätze 4 qmgroß) gerade auch gern von einer französischen Jugendgruppe als Charging-Room für Handys und somit als Rumhängeraum genutzt wird (damit die Handys auch nicht wegkommen – und außerdem weil Charging an den freien Steckdosen ausdrücklich verboten ist..) Luxus also gestern abend dann mit guter Unterhaltung im Waschraum: Wäsche waschen und trocknen. War abendfüllend, weil die Geräte ständig ausfielen, immer irgendwie der Raum zu voll war, dei Franzosen Trubel verbreiteten.. Und ich dann noch meine Merino Klamotten umständlich auf der Heizung aufhängen musste, weil die ja auf keinen Fall nen Dryer von innen sehen sollten..Was soll ich sagen: trocken sind sie bis heute nicht..
  4. der Logistik. Wie ist die nächste Etappe? Was für eine Straße ist es? Gibt es nen Campsite unterwegs? Ist es realistisch diesen bei Wetter XY zu erreichen? Gibt es noch Shoppingmöglichkeiten unterwegs, um sich mit Nahrung zu versorgen? Wie ist der Straßenbelag? Wie voll wird es unterwegs? Und schlussletztendlich auch so langsam: Wie viel Zeit brauch ich für die Etappe jeweils, so mit Blick auf den Heimflug? So langsam muss ich mich nämlich auch damit auseinandersetzen und heute gibt es dann sogar den Punkt:
  5. dem Heimflug. Heute habe ich mir vorgenommen mal zu buchen. Ich bin nun im Süden und das war so der Plan. Wenn ich Reykjavik näherkomme, dann wird gebucht..Womit wir dann wieder bei Punkt 5 – der Logistik wären. Was will ich noch alles sehen. Und was nicht. Womit wir bei Punkt 7 wären:
  6. den anderen Menschen. Nach drei Wochen merke ich, dass ich mit Menschen nicht so gut kann. Also zumindest nicht mit so vielen Menschen. Denen versuche ich aus dem Weg zu gehen, was sich aber manchmal nicht vermeiden lässt. So wie jetzt hier z.b. in Skaftafell. Das ist sozusagen ein “Touri-Umschlagplatz”. Von hier aus geht´s irgendwie überallhin. Nach Reykjavik, Auf den Gletscher, in den National Park.. Überall. Hier fahren Busse ab. Hier gibt´s n Restaurant. Hier gibt´s ne Touriinfo. Und eben auch den Campsite. Und ich mittendrin. Um mal ne Vorstellung davon zu kriegen, wie sich das anfühl: War gestern duschen (limited auf 5 Minuten für 500 KR!). jemand versucht die Tür zu öffnen. Ich genervt: “It´s clooooooosed!” Mann ey, ist doch rot! Nach etwa 11 Minuten komme ich raus und mir gegenüber stehen mindestens 7 wartende genervte Camper mit ihrem Duschkram im Arm. Da guckste aber blöd! Lessons learned, immer und immer wieder: Die kleinen Campsites sind und bleiben einfach die schönsten. Dafür gibt´s aber immerhin heute Wifi und Strom, naja..nen Trockner…, n Café in dem man länger rumlungern und planen kann und an sich auch ne schöne Gegend drumherum. Wenn man denn raus will bei dem Wetter.

Ansonsten gibt es so dies und das zu tun den ganzen lieben langen Tag. Immer mal wieder die Cycling Map zusammenkleben, Zelt auf- und abbauen. Packen. Immer wieder packen.. Wasserflaschen auffüllen, Spülen, Kaffee kochen und den Gaskocher umständlich bedienen, weil dieser ja keinen richtigen Knopf mehr hat. Überleben mit einer Gabel, weil ich ausgerechnet auf meinem worst campsite in Höfn den Löffel abgegeben habe. Wobei ich doch morgens immer meinen Porridge ausm Becher löffel. Naja, nun gabel ich ihn..

On Top ist man dann ja auch – wenn man erstmal wieder on the road ist – mit Fahren beschäftigt. Und auch das meist ne ganze Weile. Im Moment komme ich immer auf gut 70km und ca. 4-7 Stunden, je nach Bedingungen. Schon ganz okay, wenn ich bedenke, dass ich mit 30km gestartet bin am Tag.

Von hier aus geht´s morgen irgendwie weiter so der Plan. Der jetzige. Ich entscheide von Tag zu Tag, damit die Enttäuschung nicht so groß ist. Ab hier wird es leider fühlbar voller, da der Süden recht gut besucht ist durch die Nähe zur Hauptstadt. Das merkt man daran, dass die Campsites teurer sind, alles extra bezahlt werden muss (z.B. Duschen), die Plätze unpersönlicher werden und die Warteschlangen länger.

Ich merke: Das mag ich nicht so gern und auch die Straßen werden zunehmend voller und die Autofahrer rücksichtsloser. Die meisten, die man hier trifft sind auch eben erst losgefahren aus der Hauptstadt, eben dann andersherum als ich. Und noch nicht so im Island Flow. Den ich nach 700km nun aber so langsam im Blut habe.

Seltsam auch, dass ich zunehmend genervter bin, wenn Menschen mir anerkennende Blicke zuwerfen oder mein Rad und mich als Photomotiv verwenden. Ich mag doch einfach noch gern meine Ruhe haben irgendwie.

So plane ich also nun ein wenig um. Mal wieder. Versuche relativ zügig nach Landeyjahöfn zu kommen, da dort die Fähre nach Vestmannaeyjar ablegt, wo ich ein paar Tage verbringen will. In der Hoffnung, dass es dort weniger trubelig zugeht.

Danach geht´s schon relativ straight Richtung Reykjavik zurück und ggf. mache ich nochmal nen Abstecher über Pingvelllir. Bleibt nur die Entschedung, ob ich eine kurze Strecke mit dem Bus überbrücke. Aber wie immer: It depends on the weather. Und überhaupt..alles depends hier immer on anything. On the wind, on the road conditions, on the weather, on you…

Iceland, you never know.. Und das ist auch ziemlich gut so. Ich übe mich heute mal ein wenig im Rumhängen und versuche das “restless leg syndrom” zu unterdrücken.

Morgen früh entscheide ich dann auf welchem Weg ich wohin fahre und womit. Bis dahin schau ich jetzt mal nach Flügen. Verrückt…

Ahoi und bis bald,

Tanja

Guten Morgen aus Grundafjördur. Die erste Straße, die ich hier gesehen habe bei meiner Einfahrt hieß “Grund” und schon beim Anblick des kleinen Örtchens war mir klar, was der Grund für meine Wege hierher ist. Es ist zauberhaft hier und ich hatte schon auf dem Weg hierher das Gefühl, dass die Welt so im Ursprung eigentlich hätte aussehen sollen.

Das klingt vielleicht seltsam, aber ich bin nun seit 10 Tagen hier und so langsam haben sowohl Körper als auch Kopf einen ganz eigenen und, wie mir scheint, ursprünglichen Rhythmus. Großartig!

Das Ankommen und wieder Abreisen klappt mittlerweile auch ganz gut und ich nehme mir dennoch die Zeit, mich zuhause zu fühlen an jedem Ort, an dem ich mein Zelt aufschlage. Island macht es einem aber auch leicht.

Immer wieder treffe ich Menschen auf der Reise wieder, denen ich schon einmal irgendwo begegnet bin. Wie hier zum Beispiel Lala mit dem gelben Zelt, mit der ich mir in diesem Fjord verabredet habe, um weiter Richtung Norden zu fahren. Es ist ein schräges Gefühl am gefühlten anderen Ende der Welt, nach unzähligen Bergen und Fjorden, bei der Ankunft zu wissen: Da kommt gleich noch wer, den ich “kenne”. Verrückt!

Und so ist es auch ganz gut, dass wir alle mitllerweile via Internet bzw. Facebook verbunden sind. So weiß ich, dass Lala etwa gegen vier ankommen wollte, Scott noch im Snaefellesness Norden rumcruist und sich von den Möwen attakieren lässt und kann mir von Brian aus den USA nochmal schnell Campsite Tipps für die längeren Distanzen abholen (immer gern genommen: Tipps zu den Duschen und zur Windsituation 😉 ).

Ich fühle mich, als sei ich schon eine halbe Ewigkeit hier. Und das ist gut so. Gestern Abend lag ich erstmals in meinem Zelt, schaute auf den Fjord und konnte mir schon so gar nicht mehr vorstellen, wie es ist indoor zu wohnen. Das geht schon ziemlich schnell. Vor allem hier. Und vor allem wenn man ein Typ dafür ist..

Und dabei fühle ich mich auf meiner Solotour gar nicht mal so allein. Ich treffe immer wieder auf andere Abenteurer. Mit oder ohne Rad. Da wir alle sehr ähnliche Vorstellungen haben von dem was wir hier suchen oder finden wollen, sind wir dennoch alle sehr autark unterwegs und binden uns nicht zwanghaft.

Man tauscht Tipps aus (Duschen, Wind, Berge, Fahrradreparaturen, Radmitnahme im Bus..), isst mal gemeinsam oder wohnt “Tür an Tür”, aber fährt dann auch wieder getrennte Wege. Das ist schön so und so herrlich ungezwungen.

Besonders schöne Momente finde ich, wenn du stundenlang durch irgendwelche Berge cruist und dir plötzlich im Nirgendwo ein Radfahrer entgegen kommt. Man grüßt sich, selbstverständlich :-), lacht, freut sich…und im Grunde genommen weiß man auch genau, wie der andere sich gerade fühlt (“Hah, noch son Verrückter!”) und welche Strecke er oder sie dann jetzt noch vor sich hat. Ein – wie ich finde – ganz besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl. Schön!

Neben all den Geschichten und Menschen, die ich nun schon mitgenommen habe, ist mir eine ganz besonders im Gedächtnis geblieben: Die Familie aus Dresden, die ich auf dem Campsite in Stykkisholmur getroffen habe. Mit vier (!) Kids! Das erste Mal Camping, und dann auch gleich noch in Island. Und nicht mit Auto oder so nem Schnickschnack. Nein, mit dem Linienbus. Verrückt sind die! Und dabei so unglaublich toll!

Nahezu alle haben sie für verrückt erklärt angesichts ihrer Tour. Und sie haben es einfach gemacht! Großartig! Das war schon immer schön mit anzusehen, wenn es da um die alltägliche Logistik ging – Essen machen auf dem Kocher, Zelte auf-/abbauen…

Da sollte ich mich doch nochmal über meinen täglichen Umzug beschweren..

Ihr Gepäck hatten sie auf einem Kanutrailer verstaut, der dann immer von den jeweiligen Bushaltestellen zum Camping gezogen werden musste. Man muss einfach nur Lösungen finden, dann geht doch auch einfach alles.

Sonstige lessons learned aus den bisherigen Tagen, die ich vermelden kann:

  • Nach einem Berg folgt auch immer irgendwann ne Abfahrt. Man muss nur fest dran glauben…
  • Freibad bei 11 Grad muss nicht unbedingt schlecht sein..
  • Packe alles ein, von dem du denkst, du brauchst es irgendwann.

Und dann packe eta 1/3 wieder aus. Oder verschicke später ein Paket für unschlagbare 35€ zurück nach Hause…

  • Wenn irgendwo steht, der Campsite hat ne Dusche, dann heißt das…

a) nicht unbedingt, dass es wirklich eine gibt

b) nicht unbedingt, dass sie indoor ist

c) nicht unbedingt, dass sie auch warm ist

d) manchmal auch, dass du im naheliegenden Schwimmbad duschen musst. Gegen Extra Gebühr..

Wie dem auch sei. All das lässt mich immer entspannter werden und Island ist so wie ich es kenne. Nichts ist festgeschrieben. Weder das Wetter, noch die Straßen, die Duschen, die Menschen, die Wege..

Iceland you never know..

Und dafür sind wir doch alle hier, oder?

Ich habe übrigens nun die 300km Marke geknackt und lege heute eine kleine und morgen eine größere Strecke mit dem Bus zurück, weil ich nach dem etwas längeren Aufenthalt im Westen nun gern endlich auch im Norden durchstarten möchte und ich mittlerweile ohnehin mehr querfeldein als Ringroad fahre.

Auch das war eigentlich nicht so mein Plan. Ich fahre also weniger “um Island herum” als “In Island herum”. Und das ist gut so. Denn: Ich merke, ich bin nicht so der Typ, der einfach die Kilometer abreisst um einmal rumzukommen. Es gibt so viel zu entdecken abseits der festgelegten Routen. Ich mag Trampelpfade wohl ganz gern. Und werde das auf meiner Tour weiter beherzigen.

Damit es so toll bleibt wie es ist.

Schön, dass du mir hier folgst bei meinen Abenteuern <3

Takk Fyrir und sonnige Grüße aus Grundafjördur,

Tanja

Das war dann wohl der bislang wirklich mit Abstand herausfordernste Tag, wenn man es noch positiv fomulieren möchte. Was mir grad schwer fällt. Aber nachdem ich nun noch im Hot Pot war (quasi n isländischer heißer Pool) und heute sogar ein Bett mein eigen nenne..will ich den Tag mal Tag sein lassen, denn morgen sieht die Welt sicher wieder ganz anders aus.

Hatte ich nicht mal was von Komfortzone geschrieben irgendwann? Heute hab ich sie dann mal getroffen. Und zwar ne ganze Weile lang sogar. Wir haben so den ein oder andern Deal unterwegs gehabt und uns gegenseitig das Leben heiter bis wolkig gemacht. Was wiederum passt wie die Faust aufs Auge. Denn: Heute war Wetter. Und zwar so richtig. Ich kenne Island. Ich weiß, dass das so sein kann, aber wie es sich dann wirklich auf dem Fahrrad anfühlt, wenn man in Schräglage fahren muss um auf der Straße zu bleiben…Hm…das hatte ich bislang auch noch nicht ausprobiert.

Fazit: Kannste schon so machen…ist aber.. Ihr wisst schon.

Es gibt de Kurzfassung, denn ich bin sehr müde: Heute morgen von Borganes aus gestartet, schon bei Regen und recht kühlen Temperaturen, aber mit der Gewissheit, dass in nur 40km schon ein wirklich netter Campsite mit heißer Dusche wartet. Also bin ich los – erst noch über die Tanke in der anderen Richtung ne Gaskartusche besorgen – und dann in Regenklamotte Richtung Westen.

Unterwegs gabs einiges an Regen, aber halb so wild in den richtigen Klamotten. Wurd nur n bisschen warm beim Fahren, Scott und Lala waren schon voraus (Scott: Neuer Teilzeitnachbar aus Borganes) zum gleichen Ziel. Wir sind quasi alle allein aufgebrochen, weil jeder noch so seine persönlichen Dinge erledigen wollte in Borganes.

Nach 25 KM nimmt der Wind plötzlich so rapide zu, dass ich denke ich fliege gleich weg. Mitsamt Rad und Gepäck. Wirklich nicht witzig und ich wusste ja auch, dass es stürmisch werden sollte..Aber, ERLEBNISpädagogen wollen ja auch immer alles ganz genau wissen und ausprobieren. Also unterwegs so gesehen kein bisschen gewundert über den  “plötzlichen” Umschwung und tapfer dagegen gehalten. Bis ich etwa 5km vor dem Ziel Lala überholte.

Gemeinsam zum Platz geschuftet. Beide froh, dass wir endlich dort sind. Und siehe da: Voll. Closed. Wegen Family irgendwas Camping.

Ich glaub so ungläubig war ich schon lang nicht mehr. Auf die Frage wo der nächste Campsite sei, erfahren wir: In 15km. Puh! Das ist zwar nix…aber wenn du mit deinem vollgepackten Rad nur 6 km/h bei 50km/h Seitenwind fährst und vor allem deshalb nicht in der Spur fährst…dann sind 15km plötzlich das Ende der Welt.

Egal, wir fahren also. Bleibt uns ja nicht viel anderes übrig. Noch schnell ne Banane im Windschatten des closed campsites verdrückt und auf gehts.

Aber es ging fast gar nichts. Zwischendurch mussten wir immer wieder schieben – wobei auch das wenig komfortabel war, vor allem angesichts der Autos (ist ja ne Bundesstraße..). Lala ist einmal das ganze Rad um die Ohren und umgeflogen und ich hab mir lösungsorientiert schön die – laut Navi dann doch – 18km in kleine Häppchen gepackt: So, dann haben wie ja jetzt schon Päckchen 1 mit 3km geschafft….Dann haben wir das zweite geschaffts…usw..

Ich weiß wirklich nicht, wann ich das letzte Mal so verzweifelt war wie heute. Keine andere Wahl. Keine Chance auf Umkehren, Bus nehmen, gut vorankommen.. Bei 6 km/h bräuchten wir für die kurze Strecke dann auch 3 Stunden. Ich fass es nicht, bin zudem total verschwitzt und trotzdem auch irgendwie nass vom Regen, der uns ins Gesicht peitscht wie Hagelkörner.

Lala bekommt es mit weniger Gepäck dann doch noch irgendwie hin. Ich hingegen entdecke einen Jeep und frage einfach mal nach, ob die beiden mich nicht mit zum Hotel nehmen können. Und mein Rad natürlich.. Die beiden Französinnen wollten sich eigentlich irgendwelche heißen Quellen dort anschauen und kamen exakt aus der Richtung wo ich hin muss. Aber sie haben ein Herz und ich darf kurzerhand mein Rad in den Kofferraum werfen.

Es wird noch kurz aufgeräumt, mein Vorderrad abmontiert, Taschen runter und auf gehts. Wie es dann ja immer so ist quatschen wir munter. Ich kann ein paar Tipps geben, berichte dass ich jetzt nach 50 km Regen und Wind auch einfach platt sei und ich Ihnen deshalb unendlich dankbar sei. Sie können mich sehr gut verstehen und berichten von einem ähnlichen Erlebnis im letzten Jahr, wo es allerdings viel zu heiß war für eine Tour. Ja…die Herausforderungen sind eben recht unterschiedlich im Leben..

Der Rest ist schnell erzählt: Die beiden sind meine Retter und Heldinnen des Tages. Und die tapfere Lala kommt auch etwa ne Stunde später an. Scott wartet schon völlig verfroren im Foyer und wir schnacken ne gefühlte Ewigkeit über das Wetter und was das so mit einem macht auf so einer Tour. Herausforderung angenommen. Wenn auch nicht bis zum Schluss. Aber man wird ja wohl auch noch lösungsorientiert und pragmatisch sein dürfen, oder? Kann ich einfach nicht ablegen..

Nebenbei erzählt Scott, dass die Mädels vom Hotel Checkin von einem Paar berichteten, die nun vier Tage biken waren, sie kamen auch von Reykjavik, und heute hier im Hotel beschlossen haben die Tour abzubrechen. Verübeln kann ich es Ihnen ja nicht. Was hab ich geflucht unterwegs.. Dennoch morgen oder übermorgen geht es irgendwie weiter. Morgen wird der Wetterforecast nochmal gecheckt und danach entschieden was wo wie wohin woher.. Gibt natürlich wie immer mehrere Möglichkeiten.

Ich belohne mich heute mit einer “Sleepingbag Accomodation” anstelle eines Zeltplatzes hier im Hotel, genieße eine (fast) eigene heiße Dusche, den Hot Pot, eine Waschmaschine und ein Bett. It´s worth it. Und ich find ich hab das echt mal heute verdient. 50km TorTour. Das muss bitte besser werden. Aber grad kommt wohl auch endlich mal n bisschen Sonne raus (22:41). Das ist doch alles verrückt hier..

Schlaft gut. Ich tue das selbe. Und wie…

Gute Nacht ***

Ein Lebenszeichen aus Island

Ich melde mich aus Island. Erstmals so richtig. Vom falschen Campingplatz. Aber dazu später mehr..

Wie alles begann. Also, im Grunde genommen war schon die Anreise ein kleines Abenteuer. Ich sag mal so: Wenn ihr mal Langeweile habt und Lust auf neue Leute. So ein wenig Socializing und so..dann holt euch einfach mal ne Transportbox vom Radhändler mit den Maßen 1.85 x 0.40 x irgendwas dazwischen und fahrt die mit so nem Kofferkuli durch den Flughafen. Der Hammer sag ich euch!

Die Vorgeschichte erspar ich euch oder mach sie ganz kurz: Transportbox musste gefunden werden. Rad musste reinpassen. Rad mit Transportbox musste in ein Auto passen (meins schied aus). Transportbox mit Rad am Flughafen musste dann wiederum in die Durchleuchtung passen. Das tat sie. Und zwar wirklich keinen Millimeter zu wenig. Da waren wir aber alle erleichtert! Also ich und auch die Herren vom Sicherheitsschnickschnack (Nä, da hamse aba Jllöck! Dat hättn wir dann wol aaauspackn müüüüsssnnn!”) Nä, wat hab ichn Glück…

Während ich also in Düsseldorf am Flughafen ja noch vier weitere Hände zur Verfügung hatte um das Ding irgendwie in den Griff zu bekommen, kam die handgepäckverdächtige Box dann einfach lieblos in Keflavik am Airport aus dem Schacht gerutscht und sollte nun irgendwie mit mir zum Campsite in Reykjavik gelangen. Auf den Kofferkuli gewuppt schnell mein anderes Gepäck geschnappt, das immer ein wenig auasieht, als würde ich darin ne Leiche transportieren (weil es sich ja hier um mehrere Radtaschen in einem großen schwarzen Reiserucksacksack handelt) und los.

Fast! Ähm,warum genau kann mein Rucksack plötzlich sprechen? Oder was macht da der Aufkleber mit “Hallo Welt”!? Kurz mal nachgedacht. Geistesblitz gehabt (“War wohl doch nicht meiner!”) und wieder aufs Band gelegt. Nur wo ist meiner jetzt? Nicht dass wir hier lustiges Koffertauschen gemacht haben, während meines kleinen Aussetzers und ich fahre demnächst mit nem Trolley hinten dran über die Ringroad und jemand anders muss irgendwie immer fünf Radtaschen jonglieren unterwegs. Ganz zu schweigen vom Equipment..

Hat aber dann alles geklappt. Fahre mit meinen Taschen und fühle mich komplett. Aber ganz kurz nochmal zu diesem kleinen Karton, den ich ja nun noch nicht losgeworden bin.
Es ist nicht ganz einfach einen Wagen zu schieben mit einem Karton, über den man nicht hinweggucken kann. Zudem mit fünf zusammengeworfenen Taschen in einem Sack, der die Form nicht hält und ständig am Boden schleift. Hinzu kommt, dass es die Herren Flughafenbauer nicht geschafft haben, die Türen barrierefrei zu gestalten. Ich musste also immer umständlich einlenken, den Wagen per Hand kurz umsetzen und dann irgendwie weiterfahren. Am besten ohne jemanden anzurempeln. Ähm sorry…hier kommt ein Karton.

Danach folgte in chronologischer Reihenfolge: Ticket für den Karton kaufen für den Flybus in die City (wird als Person gewertet. Völlig zu recht wie ich finde!)
Rausmanövrieren zu den Bussen unter den ungläubigen Augen der dort anwesenden Busfahrer (“Hoffentlich kommt die nicht zu mir…hoffentlich…!”). Falschen Bus ansprechen. Zum richtigen wirbeln, um dann fachkundlich feststellen zu lassen, dass das ja nicht so einfach sei sicherlich, bei dem Wind mit dem Karton dagegen zu halten. Richtiiiiiiig!

So, das Ding passte also dann auch nicht in den Bus und der Fahrer stellte fest: “If there is no space, I can´t take it with me!” Rums. So, Klappe zu…
Manchmal kann ich aber ja auch mit Menschen. Und schließlich hatte meine Box ja auch bezahlt. Und wurde am Campsite im Lagerraum erwartet. Also hab ich kurzerhand das Rad zwischen den Bussen und dem ganzen An-und Abfahrtsbrimbam ausgepackt, damit es passt. Zugegebenermaßen war ich da nicht nur lösungsorientiert, sondern auch etwas besorgt ob meines Gepäcks, welches sich schon auf der anderen Seite im Bauch des Busses befand. Musste ich also ja doch nochmal nachfragen, ob sie nun auch wirklich auf die verrückte Frau mit ihrer Kartonage warten. Hat aber alles geklappt. Hurra! Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich sagen, dass sich die Box im Lagerraum des Campingplatzes in Reykjavik befindet. Schön!

Jetzt hab ich doch etwas ausgeholt mit dieser Kartongeschichte. Aber glaubt mir: Man hat seltsame Themen hier und unterwegs und vor allem, wenn man auf andere Biker oder eben Campingmenschen trifft. Mein Teilzeitnachbar Brian musste sich zum Beispiel heute auf den letzten Drücker nen anderen Karton besorgen und 3km zum Campsite schleppen, weil sein Fatbike mit den dicken Reifen und dem Gepäckträger vorn zu fett ist. Logisch ja auch irgendwie.
Und zwei Bulgaren hatten liebevoll auf ihre Kartons geschrieben, man solle diese doch bitte unbedingt bis zu ihrer Rückkehr dort am Airport stehen lassen. Süß. Waren natürlich nicht mehr da. Könnt ihr euch ja denken..

Soweit also mal die Anreise bis hierher. Ich seh schon, ich könnte theoretisch jetzt schon quasi n ganzes Buch durchschreiben. Mach ich aber nicht. Mein einfachster Kanal ist wohl gerade Facebook und Instagram, weil das Netz und der Strom zwischendurch echt mäßig sind. Die beiden gehen aber immer ganz gut und schnell von der Hand und wie es aussieht, finden meine Beiträge auch Anklang. Danke dafür!

Der Rest mal in ganz kurz zusammengefasst. Ist n bisschen auch lessons learned nach zwei Tagen:

Schon kaputt gemacht:

Uhr (wieder repariert vom Uhrmacher)
gute (die schöne, nicht die funktionale – seh jetzt immer so richtig schön bescheuert aus auf den Bildern) Sonnenbrille (nicht reparabel sagt der Optiker)

Missing:

dicke Daunenjacke zuhause vergessen (obwohl ich nicht nur eine davon habe..) – heute spontan neue gekauft. Und lasst uns jetzt bitte nicht über Geld reden.
Sonnencreme – das war einfach: nachgekauft. Cool! Es scheint aber auch die Sonne gerade. meine Herren..

Zuviel:

eine Herrenboxershorts. Leider gehört sie Brian, der seine heute vermisste und den Wind beschuldigte. Ich hatte sie wohl versehentlich mit meiner bei ihm geparkten Wäsche mit eingesteckt. Blöd, weil man ja so als Radreisender auch immer nur so 2-3 in der Anzahl von jedem Ding mit hat. Aber er fliegt ja morgen heim und ich werds wohl auch noch beichten..

Zu weit:

Ich sitze auf dem verkehrten Campingplatz. Ja, das ist verrückt! So viel Gegend und so wenig Menschen. Und dann gibt es auch noch zwei in einer Ecke. Das erinnert ja fast an den Rewe in Köln. Drauf gekommen bin ich, weil hier irgendwie die angekündigte Dusche fehlt. Pffff…. Jetzt bleib ich eben.

Als letzten Hinweis möchte ich noch einen überlebensnotwendigen Tipp mitgeben:

Treckingkekse, also so Zeug mit viel Kohlehydraten, das gefühlt immer mehr wird, desto länger man kaut, empfehle ich auf dem Flug mit im Handgepäck zu führen. Das hat genau zwei Gründe:

Man kommt endlich mal freundlich mit dem Security Menschen ins Gespräch, der wissen will was da so in der Tasche sei (“Ich tippe mal…hm…Kaffee?”). Anschließend gehts um Reisen, Klettern, Island, Radfahren… und ich erfahre, dass er auch schon immer mal dorthin wollte (der Klassiker…) War in jedem Fall ein nettes Gespräch so an der Sicherheitsschleuse. Lohnt!

..und fast noch wichtiger: Solltet ihr mal – so wie ich – ungefrühstückt in einen Flieger steigen. In dem Glauben, dass ihr ja dort unterwegs frühstücken könnt. Dann endlich Porridge und Kaffe vor euch steht. Und dann die Kreditkarte nicht funktioniert “weil einige Kreditkarten leider offline nicht funktionieren!”… Dann kannste gar nicht so schnell gucken, wie der Porridge wieder von deinem Tisch verschwindet. Immerhin durfte ich den Kaffee behalten. Hunger war schon eher so die Prio. Also: Notkekse. Der Rest steht jetzt auch aufm Campingplatz im Resteregal. Waren eh zu schwer…

So, bis hierher jetzt erstmal. Es gäbe noch unzählige Dinger mehr. An Tag 3. Verrückt!

Ich genieße jetzt aber mal noch n bisschen die Sonne.

Ahoi, huh & bis bald,
Tanja

Ahhhh….ich bin im Ausnahmezustand. Nein. Stop. Ich BIN ein Ausnahmezustand.

Ich packe meine Sachen und bin raus mein Kind…Thomas D. ist auf der Reise und hat Rückenwind…

Ich weiß noch wie heute, als ich diesen Song damals gehört habe, als ich die Zusage für meine erste eigene Bude im Studentenwohnheim gerade bekommen hatte. Erste Bude. Sachen packen. Freiheit. Wow!

Und nun sitze ich hier. Knappe zwanzig [sic!] Jahre später. Packe erneut. Und fühle mich: Ähnlich. Verrückt!

Und Rückenwind wünsche ich mir auch. Und zwar jede Menge.

Die letzten zwei Wochen vor der Abreise gleichen einer riesigen Gefühlsachterbahn. War das ne gute Idee, was ich da vor habe? Warum war das mal wieder meine Idee? Wird alles klappen wie geplant? Hab ich auch alles? Bin ich fit genug? Hab ich vielleicht irgendwas vergessen? ..

Fragen über Fragen. Und dazwischen: Ich!

Und, wann geht´s denn endlich los bei dir?

Hör ich gerade immer wieder. Es dreht sich einfach alles um meine Reise und manchmal merke ich “Hey, ich will das grad gar nicht!” Irgendwie.. Weil dann der Fragenkatalog wieder gnadenlos aufgeschlagen und durchgeblättert wird in meinem Kopf. Von A wie Abflug [Hoffentlich klappt alles mit dem Rad Check In] bis Z wie Ziemlich stürmisch [Iceland you never know.. ich wünsche mir dennoch moderates Wetter irgendwie].

In ziemlich genau einer Woche komme ich gerade an und wechsel vom Flieger in den Flybus. Hurra!Ich kann es kaum erwarten, dass mir niemand mehr Fragen stellt. Nicht mehr ständig irgendwelche Pakete bei mir eintreffen mit Outdoorkram, der dann doch noch fehlte, mein Rad endlich wieder komplett zusammengebaut ist, und ich meine erste Unterkunft auf dem Campsite in Reykjavik beziehe.

Das beste: Ich freue mich auf ein paar Wochen absolute Freiheit. Mein eigenes Tempo. Nur mein Rad, Fynn und ich.

Taghelle Nächte, Weite, Natur, Begegnungen mit anderen Reisenden, keine Termine, viel Bewegung und nur ein Ziel: Irgendwann wieder am Ausgangspunkt ankommen. Oder: Einfach unterwegs sein. Den Kopf mal ordentlich lüften.

Die letzten Wochen gestalten sich hier vor Abflug leider mehr als voll. Das liegt natürlich daran, dass ich als “Freie” ein wenig vorarbeiten muss, um nicht während meiner Tour bankrott zu gehen. Und um mir wirklich die Freiheit nehmen zu können, “One-Way” zu fliegen und spontan über einen Rückflug zu entscheiden. Tolle Projekte, die ich gerade noch laufen habe. Keine Frage. Aber mit dem Kopf bin ich wohl deutlich woanders. Und wo. Das kann ich auch nicht gut beschreiben.

Ich denke, das ist wieder sowas wie Transit. Nicht mehr hier. Noch nicht dort. Und keine Ahnung wie es werden wird.

Manchmal zaubert es mir ein Lächeln ins Gesicht. Wenn ich zum Beispiel so wie heute morgen auf dem Spinning Rad im Gym sitze, mich auspower und anschließend durch den Kölner Regen fahre. Dann wiederum fallen mir wieder hundert Sachen ein, die ich noch machen wollte und ich frage mich wann. Zwischen all den noch laufenden Projekten.

Und dann sind da auch noch andere Reiseberichte, der rege Austausch mit anderen Reisenden oder Abenteurern. Ein Bericht von einem anderen Radler, der vom Nordkap nach Sizilien fahren wollte. Und seine Tour abgebrochen hat. Zu kalt, mies gepackt, zu viel Equipment, zu allein, zu alles irgendwie.. Dabei hatte ich ihm so die Daumen gedrückt. Gefallen hat mir aber, dass er authentisch berichtet hat. Sein vorletzter Blogeintrag war eine sehr ehrliche Beschreibung seines Gemütszustands “Ich versuche die nächste Etappe. Und wenn es nicht klappt, dann flieg ich zurück!” Ich hätte es ihm dennoch gegönnt.

Ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass  die Phasen bei solchen eher außergewöhnlichen Projekten sich ähneln. Das unschlagbare Duo “Vorfreude und Euphorie” wird irgendwann abgelöst von Zweifeln und der Hoffnung, dass alles gut werden wird. Sein Blogeintrag regt mich an nachzudenken. Innezuhalten. Hab ich mir zu viel vorgenommen? Wie war das noch mit dem Scheitern? “Hey, Scheitern gibt es nicht!”, ist mein Credo seit je her. Weil ich hier keinen Wettbewerb gewinnen muss. Weil ich nicht perfekt sein muss. Weil mein Abenteuer nicht perfekt sein muss. Es muss einfach Spaß machen!

Gerade ist das schwierig mit dem Spaß und mir. Muss ich zugeben. Ehrgeiz, Verbissenheit, Perfektionismus. Da kommt eine ganz ungesunde Mischung zusammen und fragt mich ständig: “Na, gut vorbereitet? Weißt du was dich erwartet?”

Nein! Das weiß ich nicht. Und das ist wohl auch gut so. Denn: Genau das Gefühl aushalten. Das nicht alles planbar ist. Das ist meine Herausforderung. Geduld. Abwarten. Paretoprinzip. Die Dinge regeln, wenn sie da sind. Nicht vorher. Gut vorbereitet sein ist das eine. Sich bekloppt machen wohl das andere. Irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit: Das Abenteuer Geduld.

Ich löse das Problem wenn es da ist.

Höre ich mich oft sagen, wenn ich mit Teams arbeite. Bringt ja nichts, mir vorher den Kopf über milliausend mögliche Dinge, die passieren könnten zu zerbrechen. Sag ich immer. Und nun darf ich das nochmal selbst lernen. So richtig. Mit viel Geduld.

Wann hast du das letzte Mal deiner Komfortzone die Hand geschüttelt? Etwas außergewöhnliches getan? Dich unglaublich gefühlt?

Jetzt! Genau jetzt! Time is now!

Ich fühle mich genau jetzt genau so. Und das ist gut so. Ich bin aufgeregt. Habe bisweilen Pipi in den Augen, nur weil ich jemandem von meinen Plänen berichte. Beschreibe. Wie ich mir die Weite vorstelle. die Freiheit. Das Unterwegssein. Mein kleines Abenteuer, das mein Herz hüpfen lässt. Dieses Gefühl ist unglaublich. Und deshalb der Transit-Zustand gerade nur schwer auszuhalten.

Noch schnell hier den Papierkram fertig machen. Noch schnell dies und jenes Projekt zu Ende bringen. Noch grad die Steuer einreichen. Noch eben neue Pedalen besorgen. Noch eben dies. Noch gerade das.

Und das Herz ist schon unterwegs. Schonmal vorgefahren. Während der Kopf hier noch Achterbahn fährt und alle an ihm ziehen und zerren. Fragen beantworten. Organisieren. Einkaufen. Machen. Tun.

Ich mag diesen Transit nicht gern. Obwohl er dazugehört. Mich macht er regelmäßig echt fertig. Wohl auch einer der Gründe, warum Packen nicht gerade meine Leidenschaft ist. Für gewöhnlich sagt man, dass die Seele langsamer reist als der Körper und meist erst nachkommt. Gerade habe ich das Gefühl, dass mein Herz, meine Seele, es sich schonmal gemütlich gemacht hat am 66. Breitengrad. Und Kopf und Körper einen ungleich schwierigeren Job machen, indem sie hier noch grad die Stellung halten.

Ich freue mich auf mein Abenteuer. Und ich weiß, dass es gut werden wird. Denn ich bin dabei. Und wenn ich erst dort bin, dann freue ich mich, dass es nicht mehr “das große Ganze” ist, sondern einfach Schritt für Schritt mein Herzensprojekt. Und ich mittendrin. Endlich. Bis dahin muss ich noch aushalten. Die Zerrissenheit. Die Vorfreude. Die Fragen. Die Zweifel. Die unbändige Freude über das was kommt. Himmelhochjauchzend vs. Zutodebetrübt. Und ich dazwischen.

Nein, so schlimm ist es nicht. Aber hey, ich kann es kaum erwarten endlich in den Flieger zu steigen um etwas zu #machen. So wie ich es ja auch immer wieder sage und empfehle. Das nimmt den Dingen die Größe und plötzlich bemerkst du, dass du etwas bewegen kannst.

Ich bin ein Ausnahmezustand. Aber ein ziemlich glücklicher.

Danke dafür & Danke für deine Unterstützung!

Ahoi & bis bald,

Tanja

Da sitz ich nun also und packe. Immer, ständig, überall. Da noch ein Teil bestellen, was irgendwie noch fehlt. Dort noch etwas, das ich bei anderen Reisenden gesehen habe und plötzlich für überlebensnotwendig halte. Hier was schrauben, da was packen, hier was suchen, da was finden.

Ihr glaubt gar nicht wie froh ich bin, wenn ich endlich im Flieger sitze. Mit den Sachen die dabei sind. Nicht mehr. Nicht weniger. Alles was planbar war ist dann getan, Material nach bestem Wissen gepackt, der Flybus gebucht, das Rad eingecheckt und mit dabei, die erste Nacht gesichert.

Und jetzt mach ich mich als “Teilzeitnomadin” für euch mal ganz nackig. So richtig. Denn:

Ich hasse wirklich nichts mehr als Packen!

Zugegebenermaßen ist das nicht grad die beste Voraussetzung für meine Jobs und Leidenschaften. Dennoch: Diese Phase vorher macht mich einfach fertig. Es herrscht eine Mischung zwischen Aufregung, großer Freude und genervt sein. Irgendwo dazwischen befindet sich mein Ich. Ein kleines Logistikunternehmen. Schließlich habe ich mich noch nie so oft bei dem Erhalt von neuem Material sagen hören “Oh, das ist aber schwer!”, und in Gedanken ordne ich es schon in ein virtuelles Fach in eine der Taschen ein.

Ich packe trotzdem. Und ich bin aufgeregt und freue mich wie ein kleines Kind. Ich kann aber ganz schlecht warten. Und ich neige zum Perfektionismus. Das ist wirklich sehr schwierig. Denn: Ich muss gerade lernen, dass sich so eine Tour nunmal nicht bis ins allerkleinste Detail planen lässt.

Und genau das soll sie ja auch nicht.

Pareto-Prinzip eben. Mal wieder. Da hab ich ja schonmal erfolgreich drüber berichtet. Aber manchmal entfällt mir dieses Prinzip eben.

Nun fällt es mir aber wieder ein. Und ich muss mich wirklich bremsen und einfach mal runterkommen. Genießen. Vorfreuen. Alles ist optimal – also im Rahmen meines Wissens und meiner Möglichkeiten – vorbereitet. Mehr kann ich nun wirklich nicht tun. Oder sollte ich?…

Deshalb hängt nun auch seit gestern das Soziokratieprinzip über meinem Schreibtisch:

Tue mehr mit Ungefähr.

Mein Dank geht mal wieder an die Kommunikationslotsen, die mir dieses Zitat nach einem meeting gestern mit gegeben haben. Kaum das DIN A 4 Blatt in der Tasche, fühlte ich mich gleich entspannter.

So nimmt das Projekt Island nun langsam Fahrt auf: Das Rad ist durch die Inspektion, die Gepäckträger montiert und diverses Zubehör am Start. Ich warte auf die letzte Lieferung eines großen Outdoorshops, die Transportbox ist reserviert (gut, das Auto für den Transport der Transportbox fehlt noch, aber auch das wird sich finden..), Wow Air nimmt mein Rad auch tatsächlich mit (Räder sind immer nur “Standby”, falls der Vogel zu voll ist, darf das Rad nämlich nicht mit), ich bin gut gegen Regen gewappnet, habe auch die GoPro mit dabei, um für euch zu dokumentieren, ob das auch wirklich so ist, und…last but not least…

zieht Island ins EM Finale ein!

Und ich schaue irgendwo am gefühlten Ende der Welt, zu 7€ teurem isländischem Gerstensaft aus der Dose und Tütennahrung für Abenteurer gemeinsam mit den Elfen und Trollen das Endspiel.

So oder so ähnlich wird es werden. Ich glaube, ich bin einfach nicht fürs Warten gemacht. Muss dann irgendwann los. Sonst werd ich wahnsinnig..

Also, für euch, nochmal zusammenfassend für den etwas wirren Zwischenstand:

Ich freu mich wie bolle und würd am liebsten gleich los!

Nun muss ich aber noch 14 Tage warten. Ist aber vielleicht auch nicht das schlechteste weil: Neue Handschuhe fehlen nämlich noch! Und morgen wird nochmal das Zelt gecheckt. Das kölsche Wetter gibt sich ja alle Mühe, meinen Aufenthaltsort der nächsten Wochen zu simulieren.

So, ich muss gleich das Islandspiel schauen. Noch ohne Trolle und Elfen..

Bald mehr aus dem organisierten Chaos.

Ahoi & bis bald,

Tanja