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Buenos dias aus den Bergen Teneriffas, wohin ich mich auch dieses Jahr für den Jahresausklang und für Sonne und Trainingszwecke zurückgezogen habe. So langsam starte ich auch in mein neues Sport- und Businessjahr und möchte gern vorab einen kleinen Ausblick mit euch teilen. Weil es ein “leider geiles” Jahr werden wird. Dachte ich, das letzte sei nicht zu toppen, wurde ich nun eines besseren belehrt. Aber von vorn..

Ich freue mich riesig, dass das Jahr so motiviert startet. Ich werde wieder einen meiner bisherigen Athleten, einen Marathonläufer auf seine Ziele und einen besonderen Wettkampf hin begleiten und mental trainieren. Darüber wie dieses Sportmentaltraining genau funktioniert und dass es deutlich mehr sein muss, als “Chakka, auch du kannst es schaffen!” berichte ich bei meinem zweiten Vortrag im Radshop staub & teer in der Kölner Südstadt. “Leider” war auch der zweite Termin ratzfatz ausverkauft, so dass ich für dort keine Einladung mehr aussprechen kann.

Tanja Ney Coach Sportmentaltraining

Aber ich wäre nicht ich, hätte ich mir darüber nicht schon Gedanken gemacht. Ich plane weitere Keynotes in größerem Rahmen und das bundesweit. Was wann wie wo werdet ihr hier und auf meinen Social Media Kanälen erfahren, sobald es konkrete Infos dazu gibt. Nur eins kann ich schonmal verraten: Das wird gut!

Unter anderem werde ich auf dieser Tour auch von meinen eigenen Trainings berichten, da ich mich auf die FICHKONA vorbereite, wo es gilt 600km in 24 Stunden zurückzulegen. Mit dem Renner versteht sich. Ein großer Traum und der nächste logische Schritt für mich, nachdem ich vergangenes Jahr erstmals die 300 fahren durfte bei der R2NSC. Dass ich einen Startplatz bekommen habe ist großartig und ich freue mich einfach mega auf diese Herausforderung. Klar darf auch hier das mentale Training nicht fehlen, denn gerade auf den Langstrecken ist nicht nur der Körper gefragt sondern der Kopf hat endlos Zeit dumme Sachen zu machen und blöde (berechtigte..) Fragen zu stellen.

Apropos Langstrecke. Bereits jetzt begleite ich den Ultracyclisten Torsten Weber und sein Team als Sportmentaltrainerin in Vorbereitung auf das Race Around Austria 2019. Die rund 2.200 km lange Strecke mit etwa 30.000 Höhenmetern führt über grenznahe Straßen einmal rund um Österreich und dauert etwa 5 Tage. Nach dem bereits erfolgreichen Race Across Germany war dem Team schnell klar, dass auch die mentale Komponente mit trainiert werden sollte. Damit starten wir im Februar mit einem Kick Off des gesamten Teams und ich freue mich sehr mit an Bord sein zu dürfen.

Ebenso Torsten Weber werde ich mental für das “kleine” Race Across Germany begleiten und dort auch während des Rennens mit im Team und somit auch live im Begleitfahrzeug mit dabei sein. Da einer meiner größten Wünsche ist, irgendwann einmal das sagenumwobene RACE ACROSS AMERICA als Mentaltrainerin begleiten zu dürfen, bin ich doch hier schonmal auf dem richtigen Weg denke ich.

Alles in allem also wirklich gute, herausfordernde und sportliche Aussichten. Darauf freue ich mich sehr. Insbesondere mag ich an meinem Job, dass ich immer und immer wieder mit motivierten Menschen zu tun haben, die eben mehr wollen. Die die Extrameile gehen. Und die immer einmal mehr aufstehen als alle anderen. Dabei zu unterstützen und auch selbst meinen Sport und meine Ziele damit umsetzen zu dürfen ist ein Traum. Der, durch viele kleine Schritte, gesteckte Ziele und Disziplin Wirklichkeit wird.

Daneben bin ich natürlich weiterhin in Sachen Medien und guter Kommunikation unterwegs, coache auch Nicht-Sportler, blogge, halte Vorträge und gebe Workshops. Ein buntes Jahr wird das. Ich freu mich drauf!

Habt einen großartigen Start und machts zu euerm besten Jahr, euerm besten Tag, eurem besten Moment.

Best, Tanja

TV-Beitrag “Reisen mit Risiko”, der im Herbst (unter anderem) mit mir gedreht wurde: http://bit.ly/2rGj5i1

Der Beitrag handelt von drei Abenteurerinnen. Mich könnt ihr ab Minute 17:09 sehen.

Ich erzähl ein bisschen was von meiner Islandumrundung mit dem Rad und davon, wie ich mich physisch, aber auch mental, auf ein solches Projekt vorbereite. Und warum ich entschieden habe, die Tour ganz allein zu machen.

Danke an das tolle Team rund um Kathrin Sielker, die das ganze für Health TV mit mir einen Tag lang gedreht haben. THX auch @ die wohngemeinschaft für die sehr feine Kulisse für das Interview. Und natürlich auch an meinen PT Florian Liebig, mit dem ich regelmäßig im Just Fit 18 Premium Club im Mediapark trainieren darf.

So, und jetzt… Film ab:
https://www.healthtv.de/…/show/repo…/reisen-mit-risiko/video

Ich freue mich, euch heute ein paar Bilder meiner letzten Tour zeigen zu können. Auch für mich verrückt, diese Eindrücke alle nochmal so zu sehen. Und es gibt noch so viele mehr. Deshalb hier nur ein Auszug, aber mit viel Liebe ausgewählt.

Auf meiner Bühnentour gibt´s dann ab dem 13. Oktober auch die passenden Geschichten dazu. Bis dahin könnt ihr euch selbst ausmalen was da los war. Enjoy <3

Als gelesenen Text empfehle ich zur Untermalung übrigens meine Liebeserklärung.

Für das unbändige Gefühl von Freiheit.
Und für das Wissen, dass man immer die Wahl hat.

Für Begegnungen mit Menschen.
Menschen, die ich sonst nie getroffen hätte in meinem Leben.

Für das Gefühl, nicht allein unterwegs zu sein.
Niemals.

Für den Abenteuergeist. Und für das Wissen, dass da draussen noch viel mehr Menschen sind, die sich auf den Weg machen die Welt zu entdecken.

Für zauberhafte Orte.
Und unendliche Straßen die dorthin führen. Immer.

Für den frisch aufgebrühten Kaffee von Fremden. Irgendwo im Nirgendwo. Bei Kälte und Regen.
Und dafür, dass wir Freunde werden. Und uns wiedersehen.
Bei Sonne.

Für warme Duschen. Die das Paradies sein können. Nach 70km Staub und Asche.

Für Menschen die Mut machen.

Für isländische Familien, die mit mir gemeinsam auf ihrer Couch Fußball gucken.

Für Gabeln, die man als Maulschlüssel verwenden kann. Und für das richtige Besteck zum richtigen Zeitpunkt.

Für den ersten heißen Kaffee am Morgen. Im Zelt. Auf dem Gaskocher.

Und für Menschen die Abenteuer wagen.
Selbst oder gerade mit 4 Kindern. On the road. Mit dem Zelt. Verrückt.

Für einen thailändischen Bananen-Reis-Snack. Im Graben der Ringroad. Geteilt mit einem Menschen vom gefühlten anderen Ende der Welt.

Für Sonne. Viel Sonne. Und dafür, dass sie nahezu niemals untergeht.

Und für Regen. Und Wind. Der mich gelehrt hat, mich in Demut zu üben, wenn ich mein Rad stundenlang mit 10km/h über holprige Straßen bewegt habe.

Für das Bauchgefühl. Zu wissen, wann es genug ist. Und abzusteigen. Und zu schieben. Manchmal auch stundenlang. Und das Wissen, auch so ans Ziel zu gelangen.

Für meine Geduld. Für meine Geduld. Für meine Geduld…

Und für Bananen, Energyriegel und Instantnudeln. Und Porridge aus der Dose. Always.
Und für frisches Wasser aus Wasserfällen, um meine Trinkflaschen wieder aufzufüllen.

Für unzählige Tiere, die stundenlang meine einzigen Gesprächspartner waren.

Für die Mitternachtssonne.

Für die Abfahrten. Die teils unglaublich waren. So unglaublich wie der Berg hinauf.
Und für die Gedanken. Die sich nach einiger Zeit beim Anblick des hundertsten unvorstellbaren Berges einfach für Humor entschieden haben.

Man hat doch eben immer die Wahl.

Für „Gravel Roads“, die den Namen „Road“ nicht im Ansatz verdient haben. Und für Schlaglöcher, in denen ich beinahe versunken wäre.

Für Autofahrer die Abstand halten.

Und für alle Touris, die versucht haben mich heimlich zu fotografieren. (Ist euch nicht gelungen. Nie!)

Für das unbändige Selbstvertrauen, dass am Ende alles gut sein wird.

Für französische Touristen, die kurzerhand extra für mich umdrehen, um mich nach 50km Sturm (50 km/h) und Regen noch die letzten 10 km zu eskortieren.
Und dafür ihr Auto umräumen.

Für das Wissen, dass die ersten Schritte die schwersten sind und es sich immer lohnt durchzuhalten.

Und dafür, das dann auch zähneknirschend zu tun. Und daran zu wachsen.

Für open minded people und großartige und inspirierende Gespräche.

Für bezaubernde Übernachtungsorte.

Für den Ozean und die unglaublich lange und wunderschöne Fahrt an der Küste entlang.

Für Busfahrer, die bei miesem Wetter noch versuchen das fünfzehnte Fahrrad irgendwie in den Bus mitzukriegen.

Für das Lachen. Immer und überall. Mit fremden Menschen. Und auch allein.

Für die Zuversicht, dass nach 60km Einsamkeit durch die Berge irgendwann das Ziel erreicht ist. Und dafür, dass man dann eine unglaublich schöne Aussicht und eine 20% Abfahrt auf Schotter mehr oder minder genießen kann.

Für meine Bremsen.

Und für mein Rad überhaupt. Das mit keinerlei Schäden durchgehalten hat. Tapfer.
Und für meinen Körper. Der selbiges von sich behaupten kann.
Und für meinen Kopf. Der sich so manches schön reden musste. Und es ist ihm gelungen.

Für Oropax.
Und für Nächte ohne. An Wasserfällen. Mit unglaublicher Geräuschkulisse.

Für Busunternehmen, die extra nen großen Bus schicken, damit meine Bikebox mitkommt.

Und für Teilzeitnachbarn, die dir Downtown eine der letzten Cyclingmaps besorgen und ins Zelt legen.

Für Stöpsel in Waschbecken, damit du endlich auch mal deine Wäsche ordentlich handwaschen kannst – the little things.

Für das Vertrauen immer und überall alles herumliegen lassen zu können, ohne dass etwas wegkommt.

Für „Leftovers“ anderer Camper. Und für die Menschen, die sich über meine erfreut haben. Sharing is Caring.

Für gute Tipps von und für andere Menschen. Die man nicht im Reiseführer bekommt.

Für freie Campingplätze an der Küste.

Für Pferde, die Vorfahrt haben.
Immer.

Und für Schafe, die mit dir Gassi gehen.

Für die “Hidden Places”.

Für die random Etappen, die ungeplant waren.

Und für die Kunst im Regen und beim höchsten Berg noch zu lachen.

Für die magic moments.
Und für Menschen, die man immer wiedertrifft.

Für Menschen, die zuhause warten. Und mitfiebern.

Und für Katzen, die immer treu sind und dich und deine Klamotten sogar nach fünf Wochen Handwäsche noch unendlich lieben.

Für unzählige bezaubernde Eindrücke.
Und viele „lessons learned“.

Für das Gefühl, dass alles möglich ist.
Und für die Erkenntnis, dass der Kopf entscheidet.

Für 1230km on the road.

Danke, Island.

Ich melde mich aus Reykjavik. Verrückt. Von hier bin ich irgendwann vor vier Wochen mal losgefahren. Irgendwie. Und in der Zwischenzeit habe ich 1230km rund um die Insel zurückgelegt.

Auch das ist verrückt. War es doch meine erste Radreise. Und dann gleich eine so unglaublich grandiose. Mit vielen Höhen und Tiefen – aber im wahrsten Sinne..

Insgesamt aber überwiegen doch die Höhen, auch im wahrsten Sinne. Nee, mal im Ernst: Es war großartig und ich kann noch gar nicht richtig glauben, dass ich einmal rum und wieder hier in good old Reykjavik eingelaufen bin. Und das Rumhängen fühlt sich grad auch sehr seltsam an. So ohne Radfahren. Heute mal 4km Downtown. Und zurück. Sonst nix… Seltsam..

Ich fürchte fast, ich werde zukünftig morgens mit dem Rad nach Düsseldorf fahren um Brötchen zu holen.. Der Auslastung wegen..

Es ist, wie es eben nach so einer Reise so ist. Grad ist Niemandsland. Irgendwie. Ich hänge hier rum. Organisiere grad noch dies und das. Freue mich über halbwegs Zivilisation. Oder auch: Freue mich so halbwegs über Zivilisation. Beides stimmt. Muss meine Riesenbikebox morgen nochmal kleiner cuttern, hoffe dass es dabei nicht regnet. Mein Hab und Gut sortieren nach: Kann weg (Leftovers Campsite), Müll, Nehm ich mit, Könnt ich aufm Flug sogar noch anziehen und: Nein, geht gar nicht, dann lassen die mich nicht mitfliegen..

Am Freitag ziehe ich auch nochmal um ins Hostel, damit ich guter und gepackter Dinge um 2:30 (sic!) vom Flybus abgeholt werden kann. Das wird ja wieder ein Spaß mit dem Karton. Hurra!

Naja, immerhin hätt er mich fast am falschen Ort abgeholt, und dann wiederum am richtigen, aber um 6:00 (da geht schon mein Flieger) und heute besaß ich zwischenzeitlich auch mal kurz gar keinen Perso mehr. Also für ein paar Stunden.. Gut, dass ich das dann noch bemerkt habe. Das wäre ja ein Spaß gewesen am Flughafen mitten in der Nacht und dann noch mit dem lustigen Sperrgepäck, das keiner lieb hat.

Ihr seht: Ich bringe viele Geschichten mit. Und ich habe mich heute auch ein wenig vor dem Schreiben gedrückt, weil ich ja gar nicht mehr weiß wo ich anfangen soll!? D

Deshalb sende ich zumindest ein Lebenszeichen. Und kann sagen: I did it! Allen Bedenke, Sorgen und Hinweisen anderer Menschen zum Trotz. Und dank aller Ermöglicher, die mich aus der Ferne auch echt nochmal gepushed haben. Danke dafür!

Ich plane mehr zu berichten, wenn ich zurück in Köln bin. Das ist ja nun nicht mehr allzu lang. Aus der Reihe “Irgendwas ist ja immer” habe ich hier grad immer entweder keinen Akku mehr, oder keine Powerbank, oder kein Netz, kein Wetter, keinen ordentlichen Platz…Abenteuer eben. Und meine Bilder sind auf zahlreichen Geräten verteilt und wollen erstmal sortiert werden, bevor ich sie wahllos hin und herschiebe.

Deshalb das wichtigste: Es geht mir gut. Es war grandios. Ich habe unglaublich viel erlebt, bewegt, viele tolle Menschen getroffen, schöne Orte gesehen, gelacht, geflucht, mich in Demut geübt und viel gelernt. Und wenn es zuletzt das ist, dass dir der beste geschenkte Löffel nichts nutzt, wenn du zwar Müsli, aber keine Milch mehr hast.

Nee, mal im Ernst: Das war schon ne gute Tour so mit mir selbst. Und ich habe mich das ein oder andere Mal doch selbst überrascht. Nicht zuletzt mit den gefahrenen Kilometern. Und mit dem ein oder anderen Berg, der mich anfangs noch sehr herausgefordert und schon beim Anblick zum Absteigen gezwungen hat, und den ich am Ende dann doch tapfer gefahren bin. Man wächst mit seinen Aufgaben.

Das zumindest kann ich nun nach erfolgreichem Praxistest sagen. Und last but not least hat sich für mich ein Gedanke wirklich bewahrheitet: Einfach mal machen. Denn: Auch ich bin kein Radreiseprofi, bin nie mit so viel Gepäck gefahren, habe lediglich beim Indoor-Cycling (immerhin hart) trainiert und mein Antreiber war einfach die Neugier und die Abenteuerlust.

Das allein reichte für mich schon, um fünf großartige Wochen zu erleben. Für diesen “Leichtsinn” danke ich mir und entspanne mich nun noch ein wenig in Reykjavik, bevor es zurück zur Homebase geht.

Dort werde ich dann mehr berichten. Nicht nur hier, sondern auch auf der Bühne. Die ersten beiden Travelslam Termine stehen schon. Schaut mal auf meine Startseite unter Tourdaten. Ich freu mich, wenn ihr vorbeikommt. Da kommt aber noch mehr.

Seid gespannt und freut euch auf Geschichten einer Radreise. In einem Land, wo dir die Leute immer “good luck” statt einer “guten Reise” wünschen.

Iceland, you never know <3

Takk Fyrir & Ahoi,

Tanja

Guten Morgen aus Skaftafell. Es regnet. Mal wieder. Und ich hänge heute hier herum und nutze die Zeit, um mich zu organisieren. In den letzten Tagen bin ich gut vorangekommen – trotz Wetter – und da ist einiges liegengeblieben.

Klingt komisch. Ist aber so. Wenn man sich so eine Reise nun so vorstellt, dass man tagsüber einfach ein bisschen Rad fährt von A nach B, dann ein wenig relaxt und rumhängt, so mit lesen und so, vielleicht sogar n bisschen Gegend anschauen, um dann einfach nach viel Schlaf gemtlich zu frühstücken, um dann irgendwann wieder loszufahren… dann liegt man damit völlig falsch.

Die Reise erfordert so einiges an Logistik, gerade in Island (You never know..).

So beschäftige ich mich im Augenblick vor allen Dingen mit…

  1. dem Wetter (immer und überall, denn der beste Forecast ist und bleibt: am Tag selbst etwa fünf Minuten vor geplanter Abfahrt mal nach oben schauen.
  1. dem Wind insbesondere. Denn: Wenn der so richtig fies ist, dann fegt es dein Rad mit Sack und Pack (und dir) einfach von der Straße oder du findest dich in einem Sandsturm wieder.
  2. meinen Klamotten. Nach drei Wochen muss ich zugeben, dass ich mich schon auch ein wenig freue, auf meine lässige Auswahl an sauberen (!) und nichtfunktionalen (!) Klamotten zuhause. Vor allen Dingen auch deshalb, weil sie trocken aus dem Schrank kommen.
  3. den Wasch – und Trockengelegenheiten. Der jetzige Campsite hat sogar ne Waschmaschine ud nen Trockner. Benutz ich eigentlich äußerst selten und ungern (teuer und eigentlich unnötig). Gerade aber ist nach drei Wochen mal n guter Zeitpunkt für RICHTIG gewaschene Wäsche. Die aber wiederum nicht trocknet, weils ja permanent schüttet. Im Zelt kannste auch nix aufhängen. Trockenraum gibts hier nicht, stattdessen aber fünfhundert andere Camper, die natürlich auch kein Bock auf nasse Klamotten haben und mit denen du um den Trockner fightest. Hinzu kommt hier gerade, dass der Waschraum (geschätze 4 qmgroß) gerade auch gern von einer französischen Jugendgruppe als Charging-Room für Handys und somit als Rumhängeraum genutzt wird (damit die Handys auch nicht wegkommen – und außerdem weil Charging an den freien Steckdosen ausdrücklich verboten ist..) Luxus also gestern abend dann mit guter Unterhaltung im Waschraum: Wäsche waschen und trocknen. War abendfüllend, weil die Geräte ständig ausfielen, immer irgendwie der Raum zu voll war, dei Franzosen Trubel verbreiteten.. Und ich dann noch meine Merino Klamotten umständlich auf der Heizung aufhängen musste, weil die ja auf keinen Fall nen Dryer von innen sehen sollten..Was soll ich sagen: trocken sind sie bis heute nicht..
  4. der Logistik. Wie ist die nächste Etappe? Was für eine Straße ist es? Gibt es nen Campsite unterwegs? Ist es realistisch diesen bei Wetter XY zu erreichen? Gibt es noch Shoppingmöglichkeiten unterwegs, um sich mit Nahrung zu versorgen? Wie ist der Straßenbelag? Wie voll wird es unterwegs? Und schlussletztendlich auch so langsam: Wie viel Zeit brauch ich für die Etappe jeweils, so mit Blick auf den Heimflug? So langsam muss ich mich nämlich auch damit auseinandersetzen und heute gibt es dann sogar den Punkt:
  5. dem Heimflug. Heute habe ich mir vorgenommen mal zu buchen. Ich bin nun im Süden und das war so der Plan. Wenn ich Reykjavik näherkomme, dann wird gebucht..Womit wir dann wieder bei Punkt 5 – der Logistik wären. Was will ich noch alles sehen. Und was nicht. Womit wir bei Punkt 7 wären:
  6. den anderen Menschen. Nach drei Wochen merke ich, dass ich mit Menschen nicht so gut kann. Also zumindest nicht mit so vielen Menschen. Denen versuche ich aus dem Weg zu gehen, was sich aber manchmal nicht vermeiden lässt. So wie jetzt hier z.b. in Skaftafell. Das ist sozusagen ein “Touri-Umschlagplatz”. Von hier aus geht´s irgendwie überallhin. Nach Reykjavik, Auf den Gletscher, in den National Park.. Überall. Hier fahren Busse ab. Hier gibt´s n Restaurant. Hier gibt´s ne Touriinfo. Und eben auch den Campsite. Und ich mittendrin. Um mal ne Vorstellung davon zu kriegen, wie sich das anfühl: War gestern duschen (limited auf 5 Minuten für 500 KR!). jemand versucht die Tür zu öffnen. Ich genervt: “It´s clooooooosed!” Mann ey, ist doch rot! Nach etwa 11 Minuten komme ich raus und mir gegenüber stehen mindestens 7 wartende genervte Camper mit ihrem Duschkram im Arm. Da guckste aber blöd! Lessons learned, immer und immer wieder: Die kleinen Campsites sind und bleiben einfach die schönsten. Dafür gibt´s aber immerhin heute Wifi und Strom, naja..nen Trockner…, n Café in dem man länger rumlungern und planen kann und an sich auch ne schöne Gegend drumherum. Wenn man denn raus will bei dem Wetter.

Ansonsten gibt es so dies und das zu tun den ganzen lieben langen Tag. Immer mal wieder die Cycling Map zusammenkleben, Zelt auf- und abbauen. Packen. Immer wieder packen.. Wasserflaschen auffüllen, Spülen, Kaffee kochen und den Gaskocher umständlich bedienen, weil dieser ja keinen richtigen Knopf mehr hat. Überleben mit einer Gabel, weil ich ausgerechnet auf meinem worst campsite in Höfn den Löffel abgegeben habe. Wobei ich doch morgens immer meinen Porridge ausm Becher löffel. Naja, nun gabel ich ihn..

On Top ist man dann ja auch – wenn man erstmal wieder on the road ist – mit Fahren beschäftigt. Und auch das meist ne ganze Weile. Im Moment komme ich immer auf gut 70km und ca. 4-7 Stunden, je nach Bedingungen. Schon ganz okay, wenn ich bedenke, dass ich mit 30km gestartet bin am Tag.

Von hier aus geht´s morgen irgendwie weiter so der Plan. Der jetzige. Ich entscheide von Tag zu Tag, damit die Enttäuschung nicht so groß ist. Ab hier wird es leider fühlbar voller, da der Süden recht gut besucht ist durch die Nähe zur Hauptstadt. Das merkt man daran, dass die Campsites teurer sind, alles extra bezahlt werden muss (z.B. Duschen), die Plätze unpersönlicher werden und die Warteschlangen länger.

Ich merke: Das mag ich nicht so gern und auch die Straßen werden zunehmend voller und die Autofahrer rücksichtsloser. Die meisten, die man hier trifft sind auch eben erst losgefahren aus der Hauptstadt, eben dann andersherum als ich. Und noch nicht so im Island Flow. Den ich nach 700km nun aber so langsam im Blut habe.

Seltsam auch, dass ich zunehmend genervter bin, wenn Menschen mir anerkennende Blicke zuwerfen oder mein Rad und mich als Photomotiv verwenden. Ich mag doch einfach noch gern meine Ruhe haben irgendwie.

So plane ich also nun ein wenig um. Mal wieder. Versuche relativ zügig nach Landeyjahöfn zu kommen, da dort die Fähre nach Vestmannaeyjar ablegt, wo ich ein paar Tage verbringen will. In der Hoffnung, dass es dort weniger trubelig zugeht.

Danach geht´s schon relativ straight Richtung Reykjavik zurück und ggf. mache ich nochmal nen Abstecher über Pingvelllir. Bleibt nur die Entschedung, ob ich eine kurze Strecke mit dem Bus überbrücke. Aber wie immer: It depends on the weather. Und überhaupt..alles depends hier immer on anything. On the wind, on the road conditions, on the weather, on you…

Iceland, you never know.. Und das ist auch ziemlich gut so. Ich übe mich heute mal ein wenig im Rumhängen und versuche das “restless leg syndrom” zu unterdrücken.

Morgen früh entscheide ich dann auf welchem Weg ich wohin fahre und womit. Bis dahin schau ich jetzt mal nach Flügen. Verrückt…

Ahoi und bis bald,

Tanja

Guten Morgen aus Grundafjördur. Die erste Straße, die ich hier gesehen habe bei meiner Einfahrt hieß “Grund” und schon beim Anblick des kleinen Örtchens war mir klar, was der Grund für meine Wege hierher ist. Es ist zauberhaft hier und ich hatte schon auf dem Weg hierher das Gefühl, dass die Welt so im Ursprung eigentlich hätte aussehen sollen.

Das klingt vielleicht seltsam, aber ich bin nun seit 10 Tagen hier und so langsam haben sowohl Körper als auch Kopf einen ganz eigenen und, wie mir scheint, ursprünglichen Rhythmus. Großartig!

Das Ankommen und wieder Abreisen klappt mittlerweile auch ganz gut und ich nehme mir dennoch die Zeit, mich zuhause zu fühlen an jedem Ort, an dem ich mein Zelt aufschlage. Island macht es einem aber auch leicht.

Immer wieder treffe ich Menschen auf der Reise wieder, denen ich schon einmal irgendwo begegnet bin. Wie hier zum Beispiel Lala mit dem gelben Zelt, mit der ich mir in diesem Fjord verabredet habe, um weiter Richtung Norden zu fahren. Es ist ein schräges Gefühl am gefühlten anderen Ende der Welt, nach unzähligen Bergen und Fjorden, bei der Ankunft zu wissen: Da kommt gleich noch wer, den ich “kenne”. Verrückt!

Und so ist es auch ganz gut, dass wir alle mitllerweile via Internet bzw. Facebook verbunden sind. So weiß ich, dass Lala etwa gegen vier ankommen wollte, Scott noch im Snaefellesness Norden rumcruist und sich von den Möwen attakieren lässt und kann mir von Brian aus den USA nochmal schnell Campsite Tipps für die längeren Distanzen abholen (immer gern genommen: Tipps zu den Duschen und zur Windsituation 😉 ).

Ich fühle mich, als sei ich schon eine halbe Ewigkeit hier. Und das ist gut so. Gestern Abend lag ich erstmals in meinem Zelt, schaute auf den Fjord und konnte mir schon so gar nicht mehr vorstellen, wie es ist indoor zu wohnen. Das geht schon ziemlich schnell. Vor allem hier. Und vor allem wenn man ein Typ dafür ist..

Und dabei fühle ich mich auf meiner Solotour gar nicht mal so allein. Ich treffe immer wieder auf andere Abenteurer. Mit oder ohne Rad. Da wir alle sehr ähnliche Vorstellungen haben von dem was wir hier suchen oder finden wollen, sind wir dennoch alle sehr autark unterwegs und binden uns nicht zwanghaft.

Man tauscht Tipps aus (Duschen, Wind, Berge, Fahrradreparaturen, Radmitnahme im Bus..), isst mal gemeinsam oder wohnt “Tür an Tür”, aber fährt dann auch wieder getrennte Wege. Das ist schön so und so herrlich ungezwungen.

Besonders schöne Momente finde ich, wenn du stundenlang durch irgendwelche Berge cruist und dir plötzlich im Nirgendwo ein Radfahrer entgegen kommt. Man grüßt sich, selbstverständlich :-), lacht, freut sich…und im Grunde genommen weiß man auch genau, wie der andere sich gerade fühlt (“Hah, noch son Verrückter!”) und welche Strecke er oder sie dann jetzt noch vor sich hat. Ein – wie ich finde – ganz besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl. Schön!

Neben all den Geschichten und Menschen, die ich nun schon mitgenommen habe, ist mir eine ganz besonders im Gedächtnis geblieben: Die Familie aus Dresden, die ich auf dem Campsite in Stykkisholmur getroffen habe. Mit vier (!) Kids! Das erste Mal Camping, und dann auch gleich noch in Island. Und nicht mit Auto oder so nem Schnickschnack. Nein, mit dem Linienbus. Verrückt sind die! Und dabei so unglaublich toll!

Nahezu alle haben sie für verrückt erklärt angesichts ihrer Tour. Und sie haben es einfach gemacht! Großartig! Das war schon immer schön mit anzusehen, wenn es da um die alltägliche Logistik ging – Essen machen auf dem Kocher, Zelte auf-/abbauen…

Da sollte ich mich doch nochmal über meinen täglichen Umzug beschweren..

Ihr Gepäck hatten sie auf einem Kanutrailer verstaut, der dann immer von den jeweiligen Bushaltestellen zum Camping gezogen werden musste. Man muss einfach nur Lösungen finden, dann geht doch auch einfach alles.

Sonstige lessons learned aus den bisherigen Tagen, die ich vermelden kann:

  • Nach einem Berg folgt auch immer irgendwann ne Abfahrt. Man muss nur fest dran glauben…
  • Freibad bei 11 Grad muss nicht unbedingt schlecht sein..
  • Packe alles ein, von dem du denkst, du brauchst es irgendwann.

Und dann packe eta 1/3 wieder aus. Oder verschicke später ein Paket für unschlagbare 35€ zurück nach Hause…

  • Wenn irgendwo steht, der Campsite hat ne Dusche, dann heißt das…

a) nicht unbedingt, dass es wirklich eine gibt

b) nicht unbedingt, dass sie indoor ist

c) nicht unbedingt, dass sie auch warm ist

d) manchmal auch, dass du im naheliegenden Schwimmbad duschen musst. Gegen Extra Gebühr..

Wie dem auch sei. All das lässt mich immer entspannter werden und Island ist so wie ich es kenne. Nichts ist festgeschrieben. Weder das Wetter, noch die Straßen, die Duschen, die Menschen, die Wege..

Iceland you never know..

Und dafür sind wir doch alle hier, oder?

Ich habe übrigens nun die 300km Marke geknackt und lege heute eine kleine und morgen eine größere Strecke mit dem Bus zurück, weil ich nach dem etwas längeren Aufenthalt im Westen nun gern endlich auch im Norden durchstarten möchte und ich mittlerweile ohnehin mehr querfeldein als Ringroad fahre.

Auch das war eigentlich nicht so mein Plan. Ich fahre also weniger “um Island herum” als “In Island herum”. Und das ist gut so. Denn: Ich merke, ich bin nicht so der Typ, der einfach die Kilometer abreisst um einmal rumzukommen. Es gibt so viel zu entdecken abseits der festgelegten Routen. Ich mag Trampelpfade wohl ganz gern. Und werde das auf meiner Tour weiter beherzigen.

Damit es so toll bleibt wie es ist.

Schön, dass du mir hier folgst bei meinen Abenteuern <3

Takk Fyrir und sonnige Grüße aus Grundafjördur,

Tanja

Das war dann wohl der bislang wirklich mit Abstand herausfordernste Tag, wenn man es noch positiv fomulieren möchte. Was mir grad schwer fällt. Aber nachdem ich nun noch im Hot Pot war (quasi n isländischer heißer Pool) und heute sogar ein Bett mein eigen nenne..will ich den Tag mal Tag sein lassen, denn morgen sieht die Welt sicher wieder ganz anders aus.

Hatte ich nicht mal was von Komfortzone geschrieben irgendwann? Heute hab ich sie dann mal getroffen. Und zwar ne ganze Weile lang sogar. Wir haben so den ein oder andern Deal unterwegs gehabt und uns gegenseitig das Leben heiter bis wolkig gemacht. Was wiederum passt wie die Faust aufs Auge. Denn: Heute war Wetter. Und zwar so richtig. Ich kenne Island. Ich weiß, dass das so sein kann, aber wie es sich dann wirklich auf dem Fahrrad anfühlt, wenn man in Schräglage fahren muss um auf der Straße zu bleiben…Hm…das hatte ich bislang auch noch nicht ausprobiert.

Fazit: Kannste schon so machen…ist aber.. Ihr wisst schon.

Es gibt de Kurzfassung, denn ich bin sehr müde: Heute morgen von Borganes aus gestartet, schon bei Regen und recht kühlen Temperaturen, aber mit der Gewissheit, dass in nur 40km schon ein wirklich netter Campsite mit heißer Dusche wartet. Also bin ich los – erst noch über die Tanke in der anderen Richtung ne Gaskartusche besorgen – und dann in Regenklamotte Richtung Westen.

Unterwegs gabs einiges an Regen, aber halb so wild in den richtigen Klamotten. Wurd nur n bisschen warm beim Fahren, Scott und Lala waren schon voraus (Scott: Neuer Teilzeitnachbar aus Borganes) zum gleichen Ziel. Wir sind quasi alle allein aufgebrochen, weil jeder noch so seine persönlichen Dinge erledigen wollte in Borganes.

Nach 25 KM nimmt der Wind plötzlich so rapide zu, dass ich denke ich fliege gleich weg. Mitsamt Rad und Gepäck. Wirklich nicht witzig und ich wusste ja auch, dass es stürmisch werden sollte..Aber, ERLEBNISpädagogen wollen ja auch immer alles ganz genau wissen und ausprobieren. Also unterwegs so gesehen kein bisschen gewundert über den  “plötzlichen” Umschwung und tapfer dagegen gehalten. Bis ich etwa 5km vor dem Ziel Lala überholte.

Gemeinsam zum Platz geschuftet. Beide froh, dass wir endlich dort sind. Und siehe da: Voll. Closed. Wegen Family irgendwas Camping.

Ich glaub so ungläubig war ich schon lang nicht mehr. Auf die Frage wo der nächste Campsite sei, erfahren wir: In 15km. Puh! Das ist zwar nix…aber wenn du mit deinem vollgepackten Rad nur 6 km/h bei 50km/h Seitenwind fährst und vor allem deshalb nicht in der Spur fährst…dann sind 15km plötzlich das Ende der Welt.

Egal, wir fahren also. Bleibt uns ja nicht viel anderes übrig. Noch schnell ne Banane im Windschatten des closed campsites verdrückt und auf gehts.

Aber es ging fast gar nichts. Zwischendurch mussten wir immer wieder schieben – wobei auch das wenig komfortabel war, vor allem angesichts der Autos (ist ja ne Bundesstraße..). Lala ist einmal das ganze Rad um die Ohren und umgeflogen und ich hab mir lösungsorientiert schön die – laut Navi dann doch – 18km in kleine Häppchen gepackt: So, dann haben wie ja jetzt schon Päckchen 1 mit 3km geschafft….Dann haben wir das zweite geschaffts…usw..

Ich weiß wirklich nicht, wann ich das letzte Mal so verzweifelt war wie heute. Keine andere Wahl. Keine Chance auf Umkehren, Bus nehmen, gut vorankommen.. Bei 6 km/h bräuchten wir für die kurze Strecke dann auch 3 Stunden. Ich fass es nicht, bin zudem total verschwitzt und trotzdem auch irgendwie nass vom Regen, der uns ins Gesicht peitscht wie Hagelkörner.

Lala bekommt es mit weniger Gepäck dann doch noch irgendwie hin. Ich hingegen entdecke einen Jeep und frage einfach mal nach, ob die beiden mich nicht mit zum Hotel nehmen können. Und mein Rad natürlich.. Die beiden Französinnen wollten sich eigentlich irgendwelche heißen Quellen dort anschauen und kamen exakt aus der Richtung wo ich hin muss. Aber sie haben ein Herz und ich darf kurzerhand mein Rad in den Kofferraum werfen.

Es wird noch kurz aufgeräumt, mein Vorderrad abmontiert, Taschen runter und auf gehts. Wie es dann ja immer so ist quatschen wir munter. Ich kann ein paar Tipps geben, berichte dass ich jetzt nach 50 km Regen und Wind auch einfach platt sei und ich Ihnen deshalb unendlich dankbar sei. Sie können mich sehr gut verstehen und berichten von einem ähnlichen Erlebnis im letzten Jahr, wo es allerdings viel zu heiß war für eine Tour. Ja…die Herausforderungen sind eben recht unterschiedlich im Leben..

Der Rest ist schnell erzählt: Die beiden sind meine Retter und Heldinnen des Tages. Und die tapfere Lala kommt auch etwa ne Stunde später an. Scott wartet schon völlig verfroren im Foyer und wir schnacken ne gefühlte Ewigkeit über das Wetter und was das so mit einem macht auf so einer Tour. Herausforderung angenommen. Wenn auch nicht bis zum Schluss. Aber man wird ja wohl auch noch lösungsorientiert und pragmatisch sein dürfen, oder? Kann ich einfach nicht ablegen..

Nebenbei erzählt Scott, dass die Mädels vom Hotel Checkin von einem Paar berichteten, die nun vier Tage biken waren, sie kamen auch von Reykjavik, und heute hier im Hotel beschlossen haben die Tour abzubrechen. Verübeln kann ich es Ihnen ja nicht. Was hab ich geflucht unterwegs.. Dennoch morgen oder übermorgen geht es irgendwie weiter. Morgen wird der Wetterforecast nochmal gecheckt und danach entschieden was wo wie wohin woher.. Gibt natürlich wie immer mehrere Möglichkeiten.

Ich belohne mich heute mit einer “Sleepingbag Accomodation” anstelle eines Zeltplatzes hier im Hotel, genieße eine (fast) eigene heiße Dusche, den Hot Pot, eine Waschmaschine und ein Bett. It´s worth it. Und ich find ich hab das echt mal heute verdient. 50km TorTour. Das muss bitte besser werden. Aber grad kommt wohl auch endlich mal n bisschen Sonne raus (22:41). Das ist doch alles verrückt hier..

Schlaft gut. Ich tue das selbe. Und wie…

Gute Nacht ***