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Motivation

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Die Extrameile hat exklusive für motivierte Sportler, gerade in diesen aktuell herausfordernden Zeiten, eine Facebook Gruppe für virtuelle Sportsfreunde gegründet. Hier triffst du weitere Sportler, die die Extrameile gehen wollen. Das wird, neben der Tatsache, dass ihr Bock darauf habt, euch gegenseitig zu motivieren, eure Gemeinsamkeit sein. Egal in welcher Sportart. Ich, Tanja Ney, lizenz. Sportmentaltrainerin, begleite euch dabei. #keeponmoving  WELCOME 🙌

Kopf: “Ey, mir ist schlecht irgendwie.”
Herz: “Ist mir egal.”
Kopf: “Lass mal anhalten besser, mir ist wirklich schlecht.”
Herz: “Nee, fahr einfach weiter!”
Kopf: “Wo kommt das denn jetzt her auf einmal? Lief doch die letzten 40 Kilometer!?”
Herz: “Memme!”

Kopf: “Bin ich ne Memme, wenn ich jetzt anhalte?”
Herz: “Ja, biste! Das ist hier n Rennen und kein Stehen!”
Kopf: “Ey, mir ist schlehecht! Mach ich denn jetzt? Hier ist auch grad die mieseste Etappe. Tempelhofer Feld. Voll windig und zieht sich alles auseinander. Upfck!”
Herz: “Mehr als die Hälfte haste schon!”
Kopf: (trinkt und trödelt ein bisschen dabei) “Wenn ich jetzt anhalte, bin ich anschließend eben nur noch dabei sein war alles.”
Herz: “Ey, dafür sind wir nicht angetreten!”
Kopf: “Was mach ich hier eigentlich!?…Ach, entscheide du.”
Herz: “Ja, aber du musst mitziehen!”
Kopf: “Na gut. Deal!”
Herz: “Der Struggle ist absehbar! Wir geben jetzt nochmal ordentlich Gas.”
Kopf (rechnet): “Noch ist die Zielzeit gerade vielleicht so zu schaffen.”
Herz: “Aber nur, wenn wir das jetzt auch echt entscheiden und die nächsten 25 Kilometer nicht mehr darüber diskutieren!”
Kopf: “Meinste das klappt?”
Herz: “Ey, du has
t dich so auf die Zieleinfahrt am Brandenburger Tor gefreut! Das geht nur mit Weiterfahren. JETZT!”
Kopf: “Na gut. Einverstanden.”

Der Rest ist Geschichte. Im letzten Drittel habe ich nochmal ordentlich gearbeitet und mich auf mein Ziel fokussiert. Kopf und Herz haben gemeinsame Sache gemacht. Weil sie´s können. Entscheidend aber ist, dass ich als Sportler an diesem Punkt vermittel. Sonst herrscht Anarchie. Und ich finde mich plötzlich schiebender und schlechtseienderweise am Streckenrand wieder. Keine Option. 

Und was soll ich sagen? Beim Anblick meiner finalen Zeit hatte ich fast Pipi in den Augen. Weil ich wusste, wie sehr ich bei KM 40 gestruggelt bin. Und kurz davor war das Handtuch zu werfen. Sowas sieht man eben nicht auf den Finisherphotos. Aber genau sowas bringt dich weiter und lässt dich beim nächsten “persönlichen KM 40“ wissen: Du packst das. Du musst das nur auch entscheiden. Und es dann auch machen.

Und dann, genau dann bekommt dein Ergebnis eine viel wichtigere Bedeutung, als alle anderen Ergebnisse, die man einfach so einfliegt. Da wo es Herausforderungen gab. Wo Entscheidungen getroffen werden müssen. Da wo´s auch mal wehtut. Da gehen wir als echte Gewinner hervor. Danke Kopf & Herz für diese hitzige Diskussion. Bei KM40. Auf dem Tempelhofer Feld. Der innere Showdown hat meine letzen Reserven aktiviert und mich nochmal ordentlich und ohne jeden weiteren Zweifel kämpfen lassen. Mit Erfolg und nem Endspurt durchs Ziel, der sich sehen lassen konnte. Und ich glaube, ich konnte Kopf & Herz dabei gemeinsam laut lachen und feiern hören. 

Heute möchte ich dir ein paar Gedanken vorstellen, die erfahrungsgemäß auch die kreativsten und visionärsten Menschen ausbremsen können, noch bevor sie überhaupt losgefahren sind. Es sind nur 5 von unzähligen. Aber es sind die, die mir am häufigsten begegnen. Deshalb möchte ich sie gern mit dir teilen. Vielleicht bist du ihnen ja auch schon begegnet und brauchst mal jemanden, der deine Gedanken entwirrt. Damit du Platz für deine neuen Gedanken und Flausen hast.


Lass uns mal reden über Sätze wie..

1 „Meine Festanstellung gibt mir Sicherheit!“

Ja. Nein. Also, es ist die Frage deiner Betrachtung. Denn: klar gibt sie dir Sicherheit. In deinem Kopf! Weil wir es so gelernt haben: „Mädchen, mach erstmal nen ordentlichen Schulabschluss. Dann lernste was anständiges und dann kannste dich freuen, wenn dir jemand nen bombensicheren Job mit Perspektive anbietet!“.

Über die Frage was nun „ordentlich“ bedeutet und „anständig“ kann man sowieso streiten. Und über das, was ich persönlich eine gute Perspektive finde sowieso. Das kann ja stark differieren, von dem was andere so darüber denken. Deshalb lass uns doch bitte mal über „bombensicher“ unterhalten. Was soll daran sicher sein, wenn ich mein Glück oder Unglück in die Hände eines anderen Menschen lege? Was, wenn der Chef von Firma XY plötzlich auch Flausen im Kopf hat und die ganze Firma umstellt. Dich rauswirft, deine Arbeitszeit kürzt (was ich dir allerdings wünschen würde, das nur am Rande), dir andere Aufgaben zuteilt, du deinen Urlaub nicht so bekommst wie du es dir wünscht..

Ich habe irgendwann entschieden, dass ich das alles lieber selbst entscheide. Und auf wen kann ich mich mehr verlassen, als auf meine eigene Motivation? Wenn ich selbst nix tue, dann kommt da eben auch nix bei rum. So einfach ist das.

Klar, dafür bekomme ich nicht einfach jeden Monat ein festes Gehalt auf mein Konto gespült. Aber dafür kann ich selbst entscheiden und habe unmittelbaren Einfluss darauf, wann ich mit wieviel Kohle rechnen kann. Und wieviel ich eigentlich wirklich brauche. Ganz davon zu schweigen, dass ich das Modell noch nie so wirklich verstanden habe, einfach Geld für ein Stundenkontingent, also für meine Anwesenheit zu bekommen. Für mich zählen Ergebnisse.

Ich sehe das immer so, dass ich mich an meinen Arbeitgeber verkaufe: Ich biete an 40 Stunden brav jeden Morgen in ein Büro – oder sonstwohin – zu dackeln, und dort – im ungünstigsten Fall – mindestens 8 Stunden zu verbringen.

Im Gegenzug zahlt mein Arbeitgeber mir eine Entschädigung für diese verlorene (Frei-)Zeit und gibt mir sechs Wochen im Jahr Pause von dieser Verpflichtung.

Diese sechs Wochen muss ich mir meist auch noch in kleine Häppchen aufteilen und mich mit anderen Kollegen absprechen. Aber wie war das noch? Ich bekomme ja jeden Monat dieses Geld, das mein Motivator für dieses Agreement ist, das gesamte restliche Jahr so zu tun, als sei das alles völlig okay.

Klar kann ich mich da irgendwie sicher fühlen. Aber ob sicher gleich gut ist. Und wie ich Sicherheit definiere, das hängt ganz von mir ab. Deshalb ist meine Entscheidung ganz klar: Ich verkaufe keine 40 Stunden in der Woche an Externe. Und ich arbeite nur in einem relativ festen Rahmen für Menschen, die einen anderen Begriff von Arbeit haben und flexibel damit und eben auch mit mir umgehen.

2 „Oh Gott, ich muss mich selbst krankenversichern!“

Verrückter Weise ist das immer noch sehr häufig die offensichtlich „schlimmste anzunehmende Konsequenz“, die eintritt sobald du frei arbeitest. So zumindest klingt es, wenn man seinen Mitmenschen davon erzählt. „Oh, dann musst du dich ja selbst versichern!“ Oder im umgekehrten Fall: „Ah, das ist ja ganz gut mit der Teilzeitstelle. Dann hast du wenigstens alle Versicherungen!“

Jaaaaaa, alle Versicherungen. Toll! Hurra! Ich kann mich auch jedesmal kaum halten vor Freude!

Also, ich beschränke mich mal in diesem Fall auf die Krankenversicherung, denn über die Rente möchte ich nicht diskutieren. Klar, kann dir der Arbeitgeber was dazu zahlen. Kannste aber auch selbst privat zahlen, wenn du frei arbeitest. Und wenn du an das Modell „Rente“ glaubst.

Lass uns also über die Krankenversicherung sprechen: Das ist kein Hexenwerk! Echt nicht! Und es frisst dir auch nicht die Haare vom Kopf! Du hast die Wahl zwischen vielen privaten Versicherungen und einer freiwilligen Versicherung bei der gesetzlichen Kasse. Erstere ermittelt deinen Beitrag über dein Alter, (chronische) Krankheiten, Geschlecht usw. Die gesetzliche bemisst deinen Beitrag nach deinem Einkommen.

Ich habe mich aus finanziellen Gründen für die freie gesetzliche entschieden, denn als Frau mit Mitte Dreißig und – wenn man dem Versicherungsmakler glauben schenken soll – nahezu tödlichem Heuschnupfen, war mir die private einfach viel zu teuer.

Bei der gesetzlichen kannst du auch immer mal switchen, solltest du doch mal zwischenzeitlich über eine Anstellung versichert werden. Das ist sehr unkompliziert. Bei der privaten bist du deutlich unflexibler.

Vorsicht ist allerdings dann geboten, wenn du in deiner freien Arbeit mehr verdienst bzw. dort mehr Zeit investierst. Du musst Angaben machen bei der Krankenkasse und am Ende des Jahres deinen Steuerbescheid dort einreichen. Im Zweifel wirst du im Nachgang dann als „freiwillig gesetzlich“ versichert eingestuft und musst nachzahlen. Alles aber eine Frage der Organisation. Ehrlich!

Also trenn dich bitte von diesem typisch sicherheitsfanatischen Gedanken „ Oh Gott, ich muss meine Krankenversicherung selbst bezahlen!“ ! Für all das gibt es sehr praktische und bezahlbare Lösungen!

3 „Als Teilzeitnomade habe ich viel Freizeit!“

Den Zahn muss ich dir ziehen. Und glaub mir, damit habe ich viel Erfahrung. Nee, Spaß beiseite. Ich weiß hier echt wovon ich rede.

Du kennst sicherlich die Bilder von so genannten „digitalen Nomaden“. Die Gattung „Teilzeitnomade“ gehört zwar auch dazu, kann sich aber ebenso wenig mit dem häufig von den Medien etwas verzerrt dargestellten Bild des „ewig am Strand arbeitenden“ Nomaden identifizieren, wie die 24/7 Reiseblogger.

Klar, du kannst dir deine Arbeitszeiten aussuchen. Und auch die Orte, an denen du arbeitest. Das ist ja nicht zuletzt auch einer der Gründe für deinen angestrebten Lifestyle. Aber du erinnerst dich vielleicht an die alte Binsenweisheit von vorhin: „Von nix kommt nix!“ Und wenn du bis in die Puppen schläfst, nur am Strand oder auf der Couch rumhängen willst, lieber mit nem Cocktail am Strand rumlungerst und deinen Laptop allenfalls zum checken der neusten Facebook-Posts nutzt, dann mach das doch lieber in deinen, sicherlich wohlverdienten, sechs Wochen Urlaub.

Es kommt sicher darauf an, welches Business du ans Laufen bringen willst. Und welche Projekte du noch so nebenher auf die Beine stellst, oder ob du gar eine Teilzeitstelle als Basis für dich nutzt.

Meine Erfahrung ist: Du hältst immer viele Bälle in der Luft. Gleichzeitig. Ich für meinen Teil stehe mit 20 Stunden für eine tolle Firma in Köln zur Verfügung, bin da aber auch zeitlich und örtlich sehr flexibel. So bin ich aber gerade zum Beispiel unterwegs, halte Vorträge auf einer Messe, pflege den ganzen Tag meine virtuellen Plattformen und Kontakte, telefoniere zwischenzeitlich viel, beantworte Mails, kümmere mich um die IT der Firma und plane ein weiteres Projekt, für das ich auch einiges gerade organisieren und besprechen muss.

Nebenbei schreibe ich diesen Text, gehe nochmal meinen Vortrag für heute nachmittag durch, suche einen ordentlichen Co Working Space, tausche mich in meiner Community aus, schraube an meiner Seite, beantworte Anfragen..

Das kannst du im Grunde so endlos weiterführen und gerade virtuell sind den ganzen To Dos da einfach keine Grenzen gesetzt.

Der Vorteil: Das Internet hat immer geöffnet. Der Nachteil: Das Internet hat immer geöffnet.

Natürlich ist es abhängig vom Business. Aber du hast eben nicht nen Job, den du nach 17h einfach ablegst. Der läuft immer mit! Das gilt zwar auch für manch andere Jobs, die man auch als Angestellter erledigt. Aber in diesem Fall mache ich das einfach auch gern.

Weil es mein ganz eigenes Business ist. Weil das ich bin. Weil es mir Spaß macht. Aber man muss es mögen, ständig zu jonglieren, Prioritäten zu setzen, keine festen Zeiten zu haben. Und du musst nicht nur diszipliniert sein auch wirklich zu arbeiten, sondern auch mal abzuschalten!

Das ist nämlich gar nicht so einfach, wenn es einmal läuft und du im Flow bist. Aber das ist eher ein Luxusproblem, finde ich. Achtsamkeit hilft da schon ein bisschen, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren und sich nicht nur Jobs sondern auch mal selbst Urlaub zu geben. Du hast es in der Hand. Nur du! Das ist der Vorteil an diesem Lifestyle und unterscheidet sich deutlich vom 9to5 Job.

Halten wir also fest: Es wird anstrengend werden und du wirst dir an manchen Tagen eine „normale 40 Stunden Woche“ zurück wünschen. Aber immer wieder wirst du daran denken, dass du all das nur für dich tust. Und du wirst dir sicher kein Business aussuchen, dass dir nicht entspricht.

Also ist am Ende doch alles gut.

4 „Ich muss ja mein ganzes Leben über den Haufen werfen!?“

Die gute Nachricht: Du bleibst du. Egal was du machst! Dein Leben drumherum wird sich dir anpassen und du wirst gar nicht bemerken, dass du es ganz unbemerkt „über den Haufen wirfst“.

Lass es uns doch einfach anders benennen, damit es dir leichter fällt das zu akzeptieren. Du wirst einfach eins mit deinem Leben, weil du dich nicht mehr den Bedingungen anpasst, sondern umgekehrt. Das Leben um dich herum wird sich mit dir verändern, wachsen, großartig werden, sich entwickeln, und dich zu vielen Ideen, Orten und Begegnungen führen, von denen du nichtmal eine Ahnung hattest.

Es hat nichts zu tun mit der abstrusen Idee, die eigene Wohnung aufzulösen, alles Hab und Gut zu verkaufen und von heute auf morgen auszuwandern. Klar, das kannste auch machen. Aber es ist eben nicht der einzige Weg. Du kannst auch einfach in deiner Homebase bleiben, wenn du dich dort wohl fühlst – so wie ich es auch tue und gern in Köln lebe – und von dort aus „anders denken und arbeiten“.

Ich zum Beispiel reise immer wieder gern von hier aus durch die Welt. Plane verrückte Projekte und reise dann wiederum durch Deutschland und berichte davon. Das hält mich aber nicht davon ab, einen Freundeskreis zuhause zu pflegen, dort auch zu arbeiten, eine schöne Wohnung zu haben und sogar ein Auto mein eigen zu nennen. Klingt fast ein bisschen bodenständig, oder?

Diese verrückte Idee und das Bild des Reisebloggers. Das vergiss mal lieber schnell wieder. Das ist ganz nett, aber da gibt es schon ein paar sehr kompetente Menschen, die das gut machen und damit Geld verdienen können.

Die gute Nachricht ist also: Du kannst alles so lassen wie es ist! Nur dein Denken verändert sich. Und der Rest kommt dann von ganz allein und fühlt sich auch nicht mehr seltsam an.

5 „Aber ich hab ja eigentlich […] studiert!“

Vielleicht hast du studiert. Vielleicht auch nicht. Vielleicht hast du auch eine nette Ausbildung gemacht. So direkt nach der Schule. Bei mir war es so, dass ich erstmal ein Studium begonnen habe, um zu schauen was ich eigentlich denn so will. Dann habe ich einen coolen Studentenjob bekommen und  erfahren, dass man den auch „so richtig“ – mit nem „ordentlichen“ Studium machen kann. Also hab ich kurzerhand Studium Nr. 1 geschmissen um Studium Nr. 2 anzupacken.

Ein bisschen Glück gehörte damals dazu, denn ich hatte mich leider exmatrikuliert, noch bevor ich mich für das neue Studium eingeschrieben hatte. Und das wiederum hatte dann leider schon Einschreibungsschluss. Das ist aber wieder eine andere Geschichte. Jedoch ein gutes Beispiel dafür, dass man die Dinge auch jederzeit im Leben ändern kann. Und es auch funktioniert. Wenn man nur will.

Ich weiß nicht woher es kommt, dass man glauben soll, dass das wozu man sich in der Blüte seiner Jugend mal irgendwann entschieden hat, auch das sein muss was wir ein Leben lang machen sollen. Müssen.

Klar war das früher so. Aber das war mindestens eine Generation vor dir und mir. Also nehme ich an. Und du hast jederzeit in deinem Leben die Möglichkeit, nochmal was völlig verrücktes und neues zu machen, egal was in deinen Papieren steht. Wirklich.

Du kennst sicher den Spruch:

„Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf!“ „Ja, war geil!“

Genau so muss es doch sein, oder? Unverständlich für mich, an etwas festzuhalten, nur weil ich es irgendwann mal gelernt habe. Es sei denn ich bin glücklich damit. Das gibt es natürlich auch. Aber ich nehme an, dass du nicht dazu gehörst. Ich entwickle mich doch weiter und damit vielleicht auch neue Interessen. Ich fand meine Jugend zwar schon ziemlich cool, aber ich würde vermutlich nicht mehr die Entscheidungen treffen, die ich mit 19 getroffen habe. Und da bin ich ehrlich gesagt auch ein bisschen froh drüber.

Also lass mal besser diese Idee los, dass etwas neues irgendwie mit deinen bisherigen Erfahrungen und Zeugnissen übereinstimmen muss. Es muss einfach mit dir übereinstimmen.

Dein Herz weiß wo du hin willst. Dein Zeugnis nur, wo du herkommst.

Zusammenfassend haben wir heute also mal fünf Gedanken durchleuchtet, die dich auf dem Weg zu einem anderen Arbeits- und Lebensgefühl, vielleicht auch auf dem Weg zum Teilzeitnomaden, bremsen können, noch bevor du überhaupt mit irgendetwas angefangen hast. Und ich mache ebenso den „Bremstest“ mit dir, indem ich das Bild vom freiheitsliebenden, reisenden und immer tiefenentspannten Blogger etwas gerade rücke. Kannste schon so machen, aber dann isses halt k***. Ich glaub du weißt schon was ich meine.


Entscheide selbst, was du davon annehmen möchtest oder eben nicht. Probier es aus. Machen. Gilt auch hier. Manchmal muss man selbst die Dinge einfach auch erlebt haben, um sie zu verstehen. Manchmal versteht man sie auch dann nicht.

Deshalb schreibe ich hier. Und ich freue mich, dass du zumindest ja schonmal neugierig bist. Wenn du Fragen hast, dann meld dich wie immer gern bei mir. Ich helfe dir gern weiter. Egal ob es um eher handfeste, organisatorische Dinge wie die Wahl der Krankenkasse geht, oder um dein Mindset, das wir vielleicht erstmal gemeinsam ein wenig schieben und auf den neuen Trampelpfad wuchten müssen, bevor es auf die Straße geht.

Ich biete auch gerade ein Skype Coaching an, solltest du mich gern mal für ne ganze Stunde buchen wollen, geht auch das.

Wie auch immer, ich freue mich von dir zu hören!

Ahoi & beste Grüße aus Hamburg, Tanja

Surround yourself with people who are only going to lift you higher.

Warum das so ist? 

Weil es, wenn wir mal ganz ehrlich sind, immer schön ist, wenn jemand unsere Ideen toll findet. Niemand ist glücklich darüber und hochmotiviert, wenn er freudestrahlend sein neuestes und für sich megacooles Projekt vorstellt, und sein Gegenüber sagt: “Langweilig! Gibt´s doch schon. Ob das wohl überhaupt klappen wird? Wie stellst denn du dir das alles eigentlich vor?…”

Zweifler und Zweifel gibt es wahrlich genug. Deshalb sieht die Welt auch so aus wie sie ist.

Und genau deshalb spuken wohl auch all diese Superweisheiten durch´s Netz.

Wer sich wohl dran hält?

Das ist nicht immer so ganz einfach. Auch, oder gerade für die Menschen nicht, die ständig irgendwelche Flausen im Kopf haben. So wie ich.

Mit der Zeit wächst sich das aber raus. Mit den Zweiflern um dich herum. Irgendwann haben sie verstanden, dass es dir ernst ist. Oder eben, dir ist es einfach völlig egal. Weil nur du wirklich weißt, was du willst.

Weil du dein Ding machst. 

Während andere vielleicht immer noch damit beschäftigt sind, all die Weisheiten zu teilen und zu liken. Ohne jemals etwas in der Realität, im echten Leben, dafür zu tun, dass das, was wir da in der virtuellen Welt lauthals zelebrieren, auch leben.

Wie komme ich da nun drauf?

Mein nächstes Projekt #CyclingIceland zieht viele Menschen an. Interessant. Aufregend. Cool. Zweifler finde ich tatsächlich kaum um mich herum. Zwar auch niemanden, der so richtig mit mir tauschen möchte. Aber ich habe meine Hood wohl schon ganz gut auf meine Aktionen vorbereitet, so scheint mir.

Und das ist gut so. Denn, ich erinnere mich, dass meine Mum früher immer gerne sagte, ich habe plötzlich vielleicht doch “Angst vor meiner eigenen Courage”. Gewundert hat es sie wohl nie.

Und genau dieser Moment, wo Projekte zu kippen drohen. Im Vorfeld. Noch bevor irgendetwas wirklich gestartet ist. Da brauchst du nicht die Zweifler um dich herum.

Da brauchst du die Macher!

Menschen, die an dich und an die Idee glauben, für die du brennst.

Die dich supporten und dir Rückenwind geben. Egal ob mit Worten oder mit Händen.Ich habe meinen Rennstall gefunden.

Mein #CyclingIceland Projekt braucht beides. Worte und Hände. Und so habe ich eine Hood, die mir mental Mut macht, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Und ich habe seit dieser Woche nun auch einen “Rennstall”, wie ich ihn liebevoll nenne, der mich tatkräftig unterstützt und mit Material versorgt, welches mich möglichst nicht mitten im nirgendwo in Island verzweifeln lässt.

Ich freue mich, dass Westside24 aus Düsseldorf mit Jost Henkenjohann und Volker Neuhaus mich beraten, ausstatten und mir damit schonmal eine große Last von den Schultern nehmen.

Mein Reisebuddy

Und da kommen wir zum nächsten wichtigen part für einen kühlen Kopf: Mein Reisebuddy. Viele wollten mit mir reisen. Ich denke, dass nichtmal eine Handvoll tatsächlich mitgefahren wäre.

Und, hey, last but not least: Ich mag gern allein reisen. Die Gründe dafür habe ich euch ja bereits im letzten Artikel “Und was machst du eigentlich so – wenn dir Wolke 4 nicht reicht?.” erzählt.

Mein Reisebuddy ist also, selbstredend, kein Mensch, sondern mein Rad. Seit ein paar Tagen darf ich ein Specialized AWOL Elite mein eigen nennen. Wir sind noch in der Kennenlernphase, aber der Name AWOL

Adventure Without Limits

ist schon jetzt Programm.

Das beste daran: Die Jungs von Westside24 haben es mir gesponsert. Nicht, weil wir nun irgendeinen lustigen Sponsorenvertrag gemacht haben. Nicht, weil wir hier von der dicken Kohle sprechen.

Sondern einzig und allein nur deshalb, weil sie mein Projekt einfach megacool finden und daran glauben.

Es ist schön, wenn du mit deiner Idee offene Türen einrennst. Wenn dann jemand sagt: “Na klar sponsern wir dich. Coole Idee!” Und du einfach merkst, wie sich die Begeisterung überträgt.

Dann macht es Spaß. Dann hast du die richtigen Buddies. Oder den richtigen Rennstall. So wie ich.

Es lohnt sich also immer. Ideen zu teilen. Andere Verrückte zu treffen. Anzustecken. Zu inspirieren.

Wer sind deine Buddies? 

Wo ist dein Rennstall? 

ahoi & bis bald,

Tanja