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Radrundreise

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Ich plane also bin ich.
Mal wieder. Ein Abenteuer. In Island. Auch mal wieder.

Und so kommt es, dass ich vielen Menschen begegne, die Fragen stellen. Manche seltsam, manche logisch.
Die Fragen, nicht die Menschen.

„Warum fährst du ausgerechnet bis an den Polarkreis? Wo es kalt ist!?“
„Bist du eigentlich schonmal so eine Strecke mit dem Rad gefahren?“
„Fährst du allein?“
„Hast du denn keine Angst!?“

Meine Lieblingsfrage beginnt übrigens mit… „Und was machst du wenn…?“
Und meine Lieblingsantwort darauf lautet: „Ich finde die Lösung, wenn das Problem da ist!“

Üblicherweise überhäufen mich Kinder und Jugendliche mit genau dieser Frage. Zum Beispiel dann, wenn
ich Outdoortrainings gebe, mit ihnen klettern bin oder nachts durch die Wälder streife.

Versuche ich Standardantworten auf all diese Fragen zu finden, dann sicherlich die, dass ich nun mal so bin. Sehr aussagekräftig ist das aber nicht. Ich weiß.

Deshalb könnten meine Antworten heute lauten:

„Weil ich gern Abenteuer erleben will. Weil ich mich nicht einfach zwei Wochen an irgendeinen Sandstrand legen kann. Weil ich gern meinen Grenzen die Hand schütteln und sie dabei noch ein wenig drücken möchte. Weil ich mir selbst vertraue. Weil ich Island liebe. Weil ich ein Urvertrauen in die Dinge und in meine Entscheidungen habe, dass schon alles richtig und gut sein wird. Und weil ich dafür immer und immer wieder belohnt werde. Weil ich mich auch für ein eher unsicheres Teilzeitnomaden-Dasein entschieden habe und dieses Lebensgefühl in keiner Sekunde missen möchte. Weil ich einmal im Leben eine Wolke berühren möchte. Weil Island unberechenbar ist. Weil ich Schafe lieber mag als Menschen. Manchmal. Weil ich Lust auf Momente und Begegnungen habe von denen ich noch lange erzählen kann.“

Und

„Weil mir Wolke 4 einfach nicht reicht!“

Das zu entscheiden ist im Übrigen viel einfacher allein, als zu zweit. Deshalb reise ich allein und nichts anderes käme für mich in Frage.

Ach ja, und Angst ist ein schlechter Berater. Deshalb nehme ich auch den nicht mit. Auch nicht per Anhalter. Respekt allenfalls und Neugier. Das sollte fürs erste reichen. Der Rest wird sich unserer kleinen Reisegruppe schon ganz allein anschließen.

Von dieser lustigen Abenteuer-Truppe wird also in der nächsten Zeit zu lesen sein. Hier an dieser Stelle. Sicherlich wird immer mal der ein oder andere das Steuer in die Hand nehmen und sich zu Wort melden.

Am Mittwoch schauen wir uns ein Rad an. Mal sehen, ob wir alle drauf passen…

Bis bald. Hier oder zwischen dem 63. und dem 66. Breitengrad. Über oder unter den Wolken. 

Einen lesenswerten Reisebericht mit allen Höhen und Tiefen eines Tandems findet ihr übrigens auch bei “independent people”.

Cycling around Iceland – Reserved Only For Crazies.

Vier Wochen und 1500 Kilometer ab Reykjavik. Im Uhrzeigersinn, um möglichst viel Rückenwind mitzunehmen. Die Ringroad wird mich einmal um die Insel führen. Manchmal werde ich ihr unmittelbar folgen. Aber auch abseits der Piste wird mich das ein oder andere Abenteuer locken, wie zum Beispiel die märchenhafte Gegend „Landmannalaugar“ im Südwesten der Insel.

Nun ist es raus: Das nächste Teilzeitnomaden Abenteuer ruft. Eine Solo Radrundreise rund um Island.

Island war bereits zwei weitere Male mein Ziel. In 2013 habe ich die Insel mit dem Auto umrundet und in 2014 habe ich in den Westfjorden neben der Polarfuchsstation gecampt und dort als Volunteer gearbeitet.

Zu jener Zeit habe ich beschlossen: Ich komme wieder. Mit dem Rad!

So wird es dann nun auch sein.

Ich habe mit dem Training begonnen. Recherchiere, studiere den Iceland Road Guide und rufe mir die Umrundung – mit dem Auto – von 2013 nochmal in Erinnerung. Nicht zu vergessen all die Eventualitäten, die Island für jeden der dort unterwegs ist bereithält – Iceland, you never know! Und vor allem: Wetter.

Mein Plan ist es, ein einzigartiges Solo-Abenteuer in Island zu erleben, dem Wetter zu trotzen, die Weite des Landes zu spüren und die Schönheit und das Wagnis dieser Tour authentisch und mit allen Höhen und Tiefen festzuhalten, und daraus eine nachhaltige Dokumentation zu entwickeln.

Dazu gehört natürlich auch, dass ich schon bald auch meine Vorbereitungen hier für euch dokumentiere, und euch schon jetzt mit auf die Reise nehme.

Im Juli geht es dann so richtig los & ich freue mich, wenn ihr mir folgt!

Takk Fyrir & Herzlichen Dank. Tanja